Peter Cincotti - On The Moon - Cover
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Peter Cincotti On The Moon


  • Label: Emarcy Records/UNIVERSALl
  • Laufzeit: 50 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Bevor Peter Cincotti im Dezember mit einer Hauptrolle in Kevin Spaceys Film über den legendären Crooner Bobby Darin in die Kinos kommt, erscheint jetzt sein zweites Album „On The Moon“. Knapp 12 Monate ist es her, dass ein smarter junger Mann aus New York für Aufsehen sorgte. Das Magazin Vanity Fair betitelte ihn bereits nach kurzer Zeit als „Boy Wonder“. Die New York Times geht heute sogar schon soweit, ihn als „werdende Legende“ zu bezeichnen: Peter Cincotti – ein Hoffnungsträger des Jazz. Mit quirligen Fingern fegt er über die Tasten und seine ausdrucksstarke, poetische Stimme verbindet.

Gerade mal 21 Jahre ist er alt. Was kaum einer für möglich gehalten hätte, Peter Cincotti hat es allen gezeigt. Kometenhaft ist seine Karriere nach oben geschnellt. Kaum aufzuhalten von Kritikern und anderen Neidern, die ihm Steine in den Weg werfen wollten. Mit geschwellter Brust kann er heute ohne Umschweife singen: „On the moon, that´s where you´ll find me“. Wir wollen bloß hoffen, dass er sich noch viele Jahre Zeit lässt, bevor er diese Reise antritt.

„Peterchens Mondfahrt“ begann bereits mit drei Jahren. Seine Großmutter schenkte ihm ein Spielzeugklavier. Nach täglichem Rumgeklimper schickten ihn seine Eltern in die Klavierstunde. Doch anstatt erst mal die klassische Technik zu erlernen, beschritt Peter den Weg der frühen Improvisation. Er spielte Songs aus TV-Shows, Musicalstücke, Jerry Lee Lewis und Boogie-Woogie. Talent soll man fördern, also wanderte Familie Cincotti mit klein Peter von Klavierlehrer zu Klavierlehrer. Unter ihnen u.a. Ellis Marsalis. Mit sieben Jahren holte ihn Harry Connick Jr. (später ein guter Freund), während eines Konzerts auf die Bühne und setzte ihn ans Klavier. Damit war die Zukunft vorprogrammiert. Das Klavier stand nun bei Peter mehr denn je im Vordergrund. Unterricht und Konzerte, waren für die nächsten Jahre sein Freizeitvergnügen. Mit 15 Jahren fing Peter zu seinem Pianospiel schließlich auch noch an zu singen. Noch einige Jahre weiter, begann er an der Columbia University ein Studium, spielte hier und da Konzerte, übernahm die Hauptrolle in der Off-Broadway-Produktion „Our Sinatra“ und nahm sein Debütalbum „Peter Cincotti“ auf. Ein Tausendsasa, dem man auf allen Gebieten Beifall zollte.

Das war 2003. Nun, 2004, ist er wieder omnipräsent. Nach seinem äußerst erfolgreichen Debütalbum „Peter Cincotti“ – vergoldet in den USA und von Japan bis Frankreich und überschüttet von unzähligen Preisen – veröffentlicht Peter Cincotti nun mit „On The Moon“ ein weiteres Jazz-Highlight, produziert von Szene-Star Phil Ramone. Wer den Wunderknaben bis dato noch nicht ernst genommen hat, muss sich nun aber warm anziehen. Mehr denn je stellt Peter Cincotti sein Talent ins Rampenlicht. Sein überwältigendes Klavierspiel, sein charismatischer Auftritt und sein charmanter Gesang sind ausgeprägte Markenzeichen, die sich uneingeschränkt auf seinem aktuellen Werk fortführen. Über Nacht wurde er buchstäblich zum Star gekürt. Die Frage bleibt: Wo soll die Kür noch hinführen? Mehr als ein Star zu sein geht wohl kaum. Obwohl, vielleicht fällt dem ein oder anderen noch etwas besonderes ein. Nach „On The Moon“ wäre dies kein Wunder.

„On The Moon“ ist im Gegensatz zu seinem Debütalbum etwas schwungvoller geraten. Soulige und funkige Versionen mischen sich mit bluesigen, groovigen Songs, aber auch balladesken Stücken. Eine perfekte Mischung: scharfe Bläsersätze, treibende Basslinien, gefühlvolles Pianospiel, exotische, verführerische Klangstrukturen. Eine perfekte Harmonie zwischen Peter Cincotti und seiner kongenialen Band. Neben Jazz-Standards und herrlichen Pop-Klassikern, singt und spielt Peter diesmal auch vier Eigenkompositionen. „On the moon”, „He´s watching”, „The girl for me tonight” und „I´d rather be with you” passen perfekt ins Gesamtbild. „Peter Cincotti is sensational!“ - dem schließe ich mich uneingeschränkt an.

Anspieltipps:

  • Cherokee
  • I Love Paris
  • St. Louis Blues
  • He´s Watching
  • The Girl For Me Tonight
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