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Soundtrack Alexander


  • Label: Sony Music Soundtrax
  • Laufzeit: 56 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

In der Haut von Star-Regisseur Oliver Stone möchte man derzeit nicht stecken. Nach den verheerenden Kritiken und einer äußerst mauen Startwoche seines historischen Film-Epos „Alexander“ (deutscher Kinostart: 23.12.2004), lässt sich das Mammut-Projekt nur als Katastrophe bezeichnen. Dabei wurde angesichts von 150 Millionen Dollar Produktionskosten an nichts gespart. Oliver Stone („The Doors, „Platoon“, „J.F.K.“, „Nixon“) verpflichtete mit Colin Farrell, der die Titelrolle spielt, Angelina Jolie, die Alexanders Mutter Olympias gibt, Val Kilmer als Alexanders Vater Philip und Anthony Hopkins als Ptolemäus eine echte All-Star-Schauspieler-Riege und mit dem griechischen Komponisten Vangelis, der seit über 20 Jahren zu den einflussreichsten Filmkomponisten unserer Zeit gehört (u.a. „Blade Runner“, „Missing“, „The Bounty“, „1492“), einen echten Spezialisten für monumental-dramatische Filmstoffe. Trotzdem fällt das Urteil über Film und Soundtrack gleichmaßen eindeutig aus: „Langweilig, überambitioniert und am Ziel vorbei geschossen.“

Oliver Stone war angetreten, um einen der größten Eroberer der Antike filmisch wieder auferstehen zu lassen: Den makedonischen Feldherrn Alexander der Große. Doch dieses Unterfangen ist grandios in die Hose gegangen. Daran kann auch der Soundtrack von Altmeister Vangelis nichts ändern. Zwar lässt sich bei einigen, der insgesamt 18 Tracks, erahnen, dass der Film durchaus faszinierende Massenszenen zu bieten hat („The drums of Gaugamela“) und streckenweise so etwas wie Dramatik („Eternal Alexander“) aufkommt, doch verglichen mit der federleichten Brillanz der „1492“-Filmmusik, ist „Alexander“ lediglich ein bemüht klingender, bleischwerer Score, der auch vor einfallslosen Selbstplagiaten („Young Alexander“) nicht zurückschreckt.

Selbst gelegentliche Auflockerungen, wie die Performance von Star-Geigerin Vanessa Mae, die bei „Roxane’s veil“ zum Tanz von Alexanders Ehefrau Roxane aufspielt, verpuffen während der knapp 60minütigen Spielzeit im Nichts. Nur ganz selten kommt das Monumentale in der Musik Vangelis’ zum Tragen. So beim wahrlich gewaltigen Track „Titans“, dem romantischen Schluss-Score „Tender memories” oder dem verspielten „Roxane’s dance“. Ansonsten ist die Filmmusik ebenso dröge wie der Film.

Anspieltipps:

  • Titans
  • Tender memories
  • Eternal Alexander
  • Across the mountains
  • The drums of Gaugamela
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