David Sick - Industrial Blues - Cover
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David Sick Industrial Blues


  • Label: Acoustic Music/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Virtuose an sechs Saiten. David Sick präsentiert mit „Industrial Blues“ ein akustisches Meisterwerk.

Das alljährlich stattfindende Open Strings Festival in Osnabrück war 2002 das Sprungbrett für David Sicks Karriere. Er gewann den vielbeachteten Gitarrenwettbewerb und zog auf diesem Wege ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit ein. Das Bemerkenswerte an der Art, wie David Sick sein Gitarrenspiel zelebriert, und letztendlich auch mit ein Grund für den Gewinn des Wettbewerbs 2002, ist in erster Linie die Technik. Er spielt nicht wie viele auf Stahlsaiten, er bevorzugt nach wie vor die Nylonstrings. Dies bewirkt, dass seine Kompositionen eine ganz besondere, eine eigene musikalische Sprache sprechen, als es bei vielen anderen Künstlern der Fall ist.

David Sick spricht die Sprache des Grooves. Divergenter und andersartiger, als man es bis dato von vielen, weitaus berühmteren Akustikgitarristen gehört hat. Sein Instrument, eine Yairi-Gitarre, versprüht tanzende, schwebende und fließende Rhythmen, perlende Tonkaskaden und lebhafte, energische Melodien. Eine solche Ausdrucksstärke hat man selten gehört. Trotz überschäumender Geschwindigkeit, trotz euphorischer Musizierfreude, wirkt sein Spiel beruhigend und unaufgeregt. David Sick setzt den Schwerpunkt beim Spielen auf die Musik. Die Leichtigkeit, sich spielerisch auszudrücken, unbeschwert auf sechs Saiten zu tanzen, das steht für ihn im Mittelpunkt. Wer sich darauf einlässt, spürt die Heiterkeit seiner Melodien, den Optimismus, den seine Kompositionen ausschütten, die Lebensfreuden und Hoffnungen, die seinen Stücken entweichen.

David Sick´s Musik ist kraftvoll und intensiv, kernig und einschneidend. Ob „Cat Song“ – eine Hymne für Katzen, ob „Magic Fire Dance“ – eine kurze ekstatische Reise in eine fremde Welt, ob „Rocky Blue“ – A Fingerpicker Piece Written In A Fingerpicker Mood in The Year Of The Fingerpickers oder ob „Bliss“ – eine Überdosis Glück, alle Songs versprühen Tiefe, begleitet von einer tänzerischen Leichtigkeit. Seine Balladen, wie „Ballad“ und „Piece For Cello“ erstrahlen vor Besinnlichkeit und Meditation. Dazwischen blitzen humorvolle Interpretationen von Pop-Klassikern auf, wie der Abba-Song „Dancing Queen“. David Sicks Kompositionen beeindrucken, versteckte Gedankensplitter veranschaulichen das Denken, wecken die Vorstellungskraft des Hörers.

Produziert wurde David Sicks Debütwerk für Acoustic Music von Thomas Fellow, Gitarrist des Duos „Friend ´N Fellow“. David Sick selbst absolvierte das Studium der klassischen Gitarre an der Hochschule für Musik in Weimar. Zur Zeit ist er angehender Student der Meisterklasse Gitarre/Worldmusic an der Hochschule für Musik in Dresden.

Anspieltipps:

  • Industrial Blues
  • Piece For Cello
  • Tune For Wanda
  • Magic Fire Dance
  • The Beginning Of The End
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