Julian Sas - Twilight Skies Of Life - Cover
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Julian Sas Twilight Skies Of Life


  • Label: CoraZong Records/SONY
  • Laufzeit: 59 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Feinster Bluesrock made in Holland - geht denn das? Na klar! Julian Sas und seine Band liefern die europäische Antwort auf die Musik aus dem Mississippi Delta. Mit etwas Phantasie werden die Flüsse Maas und Waal zum Mississippi der Niederlande, und so zum Herzstück des Bluesrock im alten Europa geformt. Damit bekommt der Blues eine neue emotionale Heimat und Julian Sas den Titel, einer der herausragendsten Bluesmusiker dieser Tage zu sein.

Doch auch ein Bluesrockgott braucht mal eine Pause. Deshalb zog sich der „hard working man“ nach acht Alben in einer Dekade für zwei Jahre aus der Album/Tour/Album-Maschinerie zurück. Aber auch die längste Pause geht einmal zu Ende. Und so legt Julian Sas Ende Januar mit „Twilight Skies Of Life“ endlich den Nachfolger des gefeierten Albums „Ragin’ River“ (2002) vor. Vier Wochen haben sich die Musiker dafür im Studio Zeit gelassen. Zusammen mit Produzent Jos Haagmans spielten Julian Sas (Gitarre, Vocals), Tenny Tahamata (Bass), Pieter van Bogaert (Piano, Orgel) und Pierre de Haard (Drums) insgesamt zehn neue Songs in den No Roof Studios in Herveld ein, die sich stilistisch an den großen Bluesveteranen und Gitarristen orientieren.

Angefangen beim treibenden Bluesrocker „Helping hand“, bei dem sich Sas und van Bogaert ein tolles Gitarre/Orgel-Duell liefern, über den federleichten Boogie-Blues „Freedom bound“, bis hin zur opulenten 9-Minuten-Ballade „I’m still crying“, beackern die vier Herren sämtliche Gefilde des Blues, mit eindeutigen Referenzen zu Johnny Winter, Gary Moore, Rory Gallagher und John Lee Hooker. Sogar Jimi Hendrix und Richie Blackmore sind herauszuhören. Höhepunkte des Album sind „The one to blame“, ein beherzt swingendes Groovemonster, „Lost again“, ein grollender Powerblues und „Lookin’ for a friend“, ein zäher Zeitlupen-Blues. Die Julian Sas Band erweist sich dabei als herausragende Truppe, die sehr gut miteinander harmoniert und sich nicht in endlosen Soli verstrickt.

Auch wenn der Markt in Sachen Bluesrock scheinbar überschaubar geworden ist, weiß der Kenner, dass neben den wenigen Stars noch eine ganze Menge hochtalentierter Musiker in der zweiten Reihe stehen. Julian Sas zählt definitiv dazu. Doch die erste Liga ist nicht mehr weit entfernt.

Anspieltipps:

  • Lost again
  • Helping hand
  • I’m still crying
  • Devil got my number
  • That´s enough for me
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