Nat King Cole - Best Of: The World Of Nat King Cole - Cover
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Nat King Cole Best Of: The World Of Nat King Cole


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 77 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nathaniel Coles alias Nat „King“ Cole, wurde am 17.03.1919 in Montgomery, Alabama geboren. Der Sohn einer kinderreichen Baptistenfamilie, Nathaniel´s Vater war Baptist-Prediger, wuchs in Chicago auf und lernte dort von seiner Mutter das Klavierspielen. Bereits früh atmete Nathaniel die Luft der Bühne, denn bereits Ende der 30er Jahre stand er mit seinem Bruder Eddie im Rampenlicht und spielte erste Songs im Studio ein. Ein Jahr später ging Nathaniel mit einer Broadway-Revue auf Tour. Er heiratete die Showtänzerin Nadine Robinson und ließ sich mit ihr in Los Angeles nieder. Dort startete Nathaniel, richtungsweisend für viele Musiker, ohne Konsequenzen richtig durch.

Nat gründete das erste Piano-Trio mit Klavier (Nat King Cole), Gitarre (Oscar Moore) und Bass (Wesley Prince) – das „Nat King Cole Trio“. Dieses stand als Vorbild für viele nachfolgende Trios und erweiterte Combos. Grund: einen durchorganisierten Wechsel von Solo- und Begleitparts aller drei Instrumente hatte es bis dato noch nicht gegeben. Das „Nat King Cole Trio“ performte in Perfektion und erspielte sich einen ganz besonderen Ruf in der Jazzszene. In dieser Zeit etablierte sich Nat ebenfalls als Sänger. Anfang der 40er Jahre wechselte Nat zur Plattenfirma Capitol Records. Das Label zog sich mit ihm einen „dicken Fisch“ an Land. Bereits die erste Single „Straighten Up And Fly“ überschlug sich förmlich. Heute ein Klassiker und dazu noch einer der wenigen Songs aus der Feder von Nat King Cole.

Es reihten sich in den darauf folgenden Jahren Hit an Hit: „Unforgettable“, „When I Fall In Love“ oder „In The Mood For Love“. 1948 heiratete Nat seine zweite große Liebe, Maria Ellington. Er zog mit ihr fünf Kinder groß, u.a. Natalie. Sie sang 1991 posthume ein Duett mit ihrem Vater - das unvergessene Stück „Unforgettable“. Nat King Cole begeisterte sein Publikum aber nicht nur mit Schallplatten und Konzerten. In den Vierzigern moderierte er seine eigene Radio-Show, in den Fünfzigern bekam er sogar eine eigene TV-Show. Damit leistete er Pionierarbeit für die gegen Rassendiskriminierung kämpfende Bürgerrechtsbewegung. Ebenfalls in den Fünfzigern veränderte Nat King Cole seinen Musikstil. Erst verstärkte er seine Solo-Aktivitäten und trat in zunehmendem Maße als Sänger auf. Dann präsentierte er sich plötzlich als Popsänger. Heftige Kritik schlug ihm entgegen, denn seine Wandlung vom Jazzer zum Popstar nahm man ihm anfangs krumm. So erging es u.a. auch Louis Armstrong, der sich in seiner Spätkarriere ebenfalls musikalisch veränderte. Was allerdings beide beherrschten: Sie schufen aus einfachen, dahingesungenen Liedchen wahre Ohrwürmer.

1960 ging es für Nat über den großen Teich nach Europa. Als Sänger der Quincy Jones Big Band eroberte er viele Länder. Bis zuletzt war er nicht aus dem Showbiz wegzudenken. Nat schrieb Revuen und Shows und landete Hit an Hit. Am 15.02.1965 starb Nat King Cole im Santa Monica Hospital nach einer Operation an Lungenkrebs. Zu diesem Zeitpunkt waren in den USA von seinen Platten mehr als neun Millionen verkauft. Hinzu kamen die weltweiten Verkäufe. Auch nach seinem Tod gehen noch immer durchschnittlich eine Million Platten jährlich über die Ladentheke. Längst ist die Grenze von mehr als fünfzig Millionen Platten überschritten. „Auch 40 Jahre nach seinem Tod setzt sich sein unvergleichlicher Einfluss über jegliche kulturellen Grenzen und Generationsunterschiede hinweg“, so Tochter Carole Cole.

„The World Of Nat King Cole“ ist eine „Best Of“-CD mit allen großen Hits seiner Zeit. Unvergessen und unvergleichlich. Nat King Cole hat Generationen von Musikfans in aller Welt fasziniert und inspiriert. Warum, gibt dieses Album wieder. 28 digital remasterte Klassiker dokumentieren eine unglaubliche Bandbreite. Damit ist und bleibt Nat der King Of Cool, auch an seinem 40. Todestag. Übrigens: Am 28.02.2005 erscheint eine DVD mit dem gleichen Thema: Eine Dokumentation über das Musikerleben und die privaten Seiten Nat King Coles. Dazu gibt es Interviews diverser Wegbegleiter, u.a. von Stevie Wonder, Qunicy Jones, Isaac Hayes, Carlos Santana und vielen mehr.

Anspieltipps:

  • Mona Lisa
  • Unforgettable
  • Let There Be Love
  • When I Fall In Love
  • (Get Your Kicks On) Route 66
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