Karin Park - Superworldunknown - Cover
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Karin Park Superworldunknown


  • Label: Epic/SONY
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Verschroben wirkende Künstler tragen melancholische Texte mit eingängigen Melodien in reduzierten Soundgebilden vor: So wird in unseren Breitengraden angeblich typische skandinavische Popmusik definiert. Über diese Schubladisierung könnte man sich bestimmt angeregt streiten – oder „Superworldunknown“, das Debütalbum der schwedisch/norwegischen Band Karin Park, als Beweis heranziehen.

Die Schwedin Karin Park ist Sängerin, Gitarristin, Songschreiberin und Namensgeberin ihrer Band. Sie stammt aus einem kleinen Dorf in Mittelschweden, lebte in ihrer Kindheit für drei Jahre in Japan und verließ das elterliche Haus mit 15 Jahren, um in Stockholm ein Musikstudium zu absolvieren. Später zog sich nach Bergen/Norwegen, weil sie sich in die Sprache und dem ganz speziellen Dialekt „Bergensk“ verliebte. Karin Park lebt nun seit fünf Jahren in Bergen, wo sie auch ihre Mitmusiker Anders Bitustøyl (Bass), Øystein Bergsvik (Drums) und Taral Zahl Jensen (Keyboards) kennen lernte. Zusammen haben die Vier in Lydriket ihre erste Platte „Superworldunknown“ aufgenommen, die Mitte Oktober letzten Jahres in Norwegen erschien. Inzwischen ist mit Eivind Kvamme noch ein Gitarrist zur Band hinzugekommen. Bei den Studioaufnahmen übernahm diesen Posten noch Produzent Geir Luedy.

Karin Park versammeln auf „Superworldunknown“ zehn gefällig arrangierte Songs, die unter dem Label „handgemachter, zuckersüßer Radio-Pop“ einzuordnen sind. Alle Kompositionen zeichnen sich durch unmittelbare Zugänglichkeit und eine unaufgeregte Instrumentierung aus, die von Karins kindlich anmutendem Gesang getragen werden. Für skandinavische Melancholie bleibt dabei nur wenig Raum. Die Songs sind durch und durch optimistisch und pendeln zwischen den eingängigen Hit-Strukturen einer Lene Marlin („Wear my skin ”, „Fill it up“), dem fragilen Akustik-Pop einer Sophie Zelmani („Lucy´s heart“) und Lightversionen aus der frühen Schaffensphase von Björk („Stockholm snow”). Damit gewannen Karin Park den „Newcomer Award 2004“ des Bergener „by:LARM!“-Festivals, seines Zeichens einer der wichtigsten Musikpreise der skandinavischen Musikindustrie und ein Qualitätssiegel für hoffnungsvolle Zukunftsvisionen.

Nicht jedermann wird an den mehrheitsfähigen Melodien der vier Norweger mit der schwedischen Sängerin Gefallen finden, zumal sich gerade zur Album-Mitte ein paar schwächere Songs eingeschlichen haben. Trotzdem verdienen sich Karin Park mit ihrer einschmeichelnden Form der Popmusik einen Platz zwischen Maria Mena, Briskeby, The Cardigans, Lene Marlin, Björk Sophie Zelmani.

Anspieltipps:

  • Brightest day
  • Wear my skin
  • Take this love
  • Superworldunknown
  • I promised to be happy
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