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Oasis Definitely Maybe


  • Label: Epic/SONY
  • Laufzeit: 52 Minuten
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Oasis - Definitely Maybe
10 1 10/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

1994 trat eine Band auf den Plan der Musikgeschichte, mit der keiner gerechnet hatte und die am Anfang auch nur belächelt wurde. Was will man denn auch anderes machen, mit ein paar Proleten aus Manchester, die behaupten, die beste Band der Welt zu sein, aber noch nicht einmal ein Album veröffentlicht haben? Nun, die Jungs wussten warum sie das sagen konnten...

Als Oasis mit den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum begannen, sah es schlecht aus. Noel Gallagher, Mastermind der Band, war mit dem Sound nicht zufrieden. Irgendwie kam das live erprobte Oasis-Flair nicht rüber. Der Meister persönlich ordnete daraufhin an, die Songs nochmals einzuspielen. Doch erst beim dritten und letzten Versuch war es perfekt. Das Potenzial seines Songwritings kannte Noel, aber der Sound musste dazu passen, damit sich die Kraft und die Magie seiner Kompositionen voll entfalten konnten. Mit diesem Tick nervte er die Verantwortlichen des Labels Creation Records, das damals kurz vor dem Ruin stand. Doch die Tortur hatte sich gelohnt. Als das Album fertig war, konnten Oasis durch nichts und niemand mehr aufhalten werden. Das Wort vom BritPop machte die Runde und das Album „Definitely Maybe” schlug ein wie eine Bombe. Bis dato ist es das meistverkaufte Debütalbum aller Zeiten in Groß Britannien.

Warum „Definitely Maybe“ so ein Erfolg wurde, liegt wohl einfach daran, dass das Album nicht einen schlechten Song beinhaltet und schlicht und ergreifend aller feinste Rockmusik bietet. Natürlich ist das ein oder andere Element gestohlen, aber wenn man es schafft, Geniales noch genialer zu machen, darf man sich ach mal etwas bei der Konkurrenz „borgen“. Die Lieder lassen einen einfach nicht in Ruhe und schäumen vor Vitalität. Und spätestens bei „Live forever“, das dem verstorbenem Kurt Cobain gewidmet wurde, will man nicht mehr, dass die Platte aufhört.

Doch nicht nur die Gitarren und das perfekt zu den Liedern von Noel Gallagher passende Schlagzeugspiel heben das Album vom Rest ab. Einer der Hauptgründe ist der Gesang Liam Gallaghers. Seine Art zu singen macht einen ganz großen Teil der Oasis-Faszination aus. Kaum ein Sänger bringt seine Vocals so ehrlich rüber, aber vor allem würde niemand auf die Idee kommen, Worte auf diese Art und Weise zu dehnen und auszusprechen. Wer kennt es nicht, dieses genölte „Sunshiiiyine“ in „Live forever“. Erst durch diesen Gesangsstil entfaltet sich die berühmt berüchtigte Oasis-Arroganz, die die Band auszeichnet und groß gemacht hat. Rein inhaltlich haben die Lieder nämlich nicht sehr viel zu sagen. Deswegen ist Liams Gesang das I-Tüpfelchen auf den Oasis-Sound. Außerdem will die Band auch gar nicht, dass in ihren Songs irgendein tieferer Sinn steckt. Die Texte auf „Definitely Maybe“ sagen hauptsächlich eins aus: „Ich will Alkohol, Drogen, Zigaretten und Sex. Und das alles am besten jetzt!“ („Cigarettes And Alcohol“). Nach dem Genuss von „Definitely Maybe“ wird man sich in all das verlieben. Man hat Lust, sich die Haare wachsen zu lassen, zu saufen, zu rauchen und die ganze Welt spüren zu lassen, wie sehr einem doch alles am A.... vorbei geht.

Fazit: „Definitely Maybe“ ist in jedem Fall eines der besten Alben der jüngeren Rockgeschichte, das in keiner CD-Sammlung fehlen darf!

Anspieltipps:

  • Live forever
  • Supersonic
  • Cigarettes & Alcohol
  • Rock ’n’ roll star
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