Bill Connors - Return - Cover
Große Ansicht

Bill Connors Return


  • Label: ESC Records/ALIVE
  • Laufzeit: 56 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach eigener Einschätzung findet er seine Heimat zwischen Eric Clapton und John Coltrane. Bill Connors – der Autodidakt an sechs Saiten. Sein großer Durchbruch gelingt Anfang der 70er Jahre, als er neben Chick Corea, Stanley Clarke und Lenny White die neu formierte Band Return To Forever zum Leben erweckt. Die Jazzwelt wird auf den exzellenten Gitarristen aufmerksam. Nach einigen Monaten verlässt Bill allerdings wieder die Band. Chick Corea´s scientologische Disziplin gab den Anlass. Trotz alledem, eine bereits gelegte Spur führt Bill auf neue und interessante Wege.

In New York jammt er mit weiteren Größen des Geschäfts durch die Lande, verbessert seinen Fusion-Stil, wandert auf diversen Jazz-Seitenwegen, spielt viele Konzerte und Jazz-Sessions. Ende der Siebziger legt Bill Connors eine Pause ein, um sich der akustischen Gitarre in allen Facetten zu widmen. Nach eingängigem Studium folgen diverse Free-Jazz Aufnahmen. Ferner veröffentlicht Bill sein zweites Solo-Werk „Of Mist And Melting“. Anfang der 80er Jahre ist Bill Connors als Mitglied der Jan Garbarek Band on Tour. Vermehrt widmet er sich in dieser Zeit wieder der elektrischen Gitarre und angeregt durch zeitgenössische Rockbands, verändert er seinen Spielstil und seine Einstellung fürs Instrument. Mit Dave Weckl u.a. am Schlagzeug schart er illustre Musiker um sich, mit denen er im Bereich Rock-Fusion für Aufsehen sorgt. Fachkreise loben ihn für diesen Ausflug in höchste Höhen. Nicht umsonst adelt man Bill Connors in den Achtziger Jahren für seine stilbildende Gitarre im Fusion Bereich. In dieser Stilrichtung folgen zwei weitere Alben. Beide in Trio-Besetzung eingespielt, zeigen die Klangvielfalt und die soundtechnischen Möglichkeiten der elektrischen Gitarre. 1986 wechselt Bill Connors gar in poppige Gefilde, bleibt aber im wesentlichen der Rock-Fusion Schiene treu. Anfang der Neunziger Jahre legt Bill erneut eine Auszeit ein. Er widmet sich der Tätigkeit als Musiklehrer und Pädagoge und studiert daneben Jazzgitarre.

2005, mit seinem siebten Album „Return“, meldet sich Bill Connors endlich wieder zurück. Der Ex-„Return To Forever“-Gitarrist und Vorbild für viele Fusion- und Jazz-Gitarristen, präsentiert sich nach fast 20 Jahren Pause in Höchstform. An seiner Seite, eine exzellente Truppe an Musikern wie Bill O´Connell (Piano), Lincoln Goines (Bass) Kim Plainfield (Drums) und Myra Casales (Percussion), die zusammen ein Album präsentieren, was ohne Zweifel Maßstäbe setzen wird. „Return“ ist ein klassisches Jazz-Fusion-Album, eine perfekte Zusammenstellung von abwechslungsreichen Kompositionen und Arrangements (Brasilia von John Coltrane) – mal gelassen harmonisch, mal aufbrausend cholerisch, mal beschwingt leichtfüßig, mal erheiternd kurzweilig. Ob „On The Edge“, „Terrabill Blues“ oder „It Be Fm“, Bill Connors verbindet klassische Elemente seines Gitarrenstils mit jazzigen Einflüssen aus vielen Bereichen des Genre.

„....manchmal komme ich mir vor, als hätte ich mein eigenes Boot verlassen. In den letzten Jahren habe ich beschlossen, dass an dem, was wir versucht hatten zu machen, etwas sein musste, das ich nun wieder machen will, das ich wieder fühle. Blödes Timing, nicht?“ Besser spät als nie diese Erkenntnis zu gewinnen. Es hätte dem Genre Jazz sonst etwas gefehlt.

Anspieltipps:

  • Brasilia
  • On The Edge
  • Mind Over Matter
  • Try Tone Today
  • Nobody Yet To
Neue Kritiken im Genre „Jazz“
Diskutiere über „Bill Connors“
comments powered by Disqus