Moneybrother - To Die Alone - Cover
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Moneybrother To Die Alone


  • Label: Burning Heart/SPV
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Geldsegen und kreatives Schweden. Die Skandinavier scheinen einiges aufholen zu müssen. Das letzte Jahr gehörte fast ausschließlich „The Hives“. 2005 wird wohl ausnahmslos an „Mando Diao“ gehen. Nebenbei schwimmt Anders Wendin alias „Moneybrother“ in unsere Herzen und wenn nächstes Jahr wieder ein Album erscheinen sollte, wird 2006 eindeutig sein Jahr sein.

Ein Künstler der ansteckt: Irgendwie will plötzlich schon alles wie Moneybrother sein und man bewundert den schlanken Schweden für seinen Soul in der Stimme, obwohl er bis vor kurzem nicht mal Töne treffen konnte. Auf dem „Blood Panic“-Nachfolger „To Die Alone“ glückt seine Stimme allerdings - nicht umsonst hat er sich zu einem der besten Live-Acts hochgespielt. Und hat nebenbei ein wunderbares Album aufgenommen, dass zwar wesentlich langsamer und deprimierender als sein Debüt ist, sich aber tief in die Seele hineintanzt.

Potentielle Hits hat „To Die Alone“ erst mal gar nicht. Ein „Reconsider me“ und ein „Stormy weather“ sind allein wegen der melancholischen Stimmung des Albums nicht mehr möglich. Stattdessen singt er „It ain’t gonna work“, „I’m losing“ und fragt „What’s the use in trying?”. Die letztendliche Erkenntnis auf dem Debüt „It’s been hurting all the way with you, Johanna” findet in „I’m not ready for it, Jo” seinen deprimierenden emotionalen und musikalischen Höhepunkt. Danach fängt Wendin an sein Gute Laune-Repertoire auszuspielen, wie schon mit dem Opener des Albums, dem Disco-Song „They’re building walls round us“. Blöderweise kann man das Album, wie schon das letzte, mit diesen beiden konträren Sachverhalte definieren. Dennoch finden sich große Melodien und große Arrangements in den zehn Tracks wieder. Zehn Tracks, vollgestopft mit Bläsern, Streichern und Chören. Moneybrother ist definitiv mehr, viel viel mehr als nur Radiomusik zum Frühstück und nicht nur auf seine Bruce-Springsteen-Stimme zu reduzieren. Moneybrother hat Soul und Kummer, musikalischen Spürsinn und vermutlich noch sehr viele Liebeslieder zu schreiben.

Anspieltipps:

  • It Ain’t Gonna Work
  • I’m not ready for it, Jo
  • I may not always love you
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