Ana Johnsson - Little Angel - Cover
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Ana Johnsson Little Angel


  • Label: Bonnier Amigo Music
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ana Johnsson nimmt mit ihrem Album Nr. 2½ einen neuen Anlauf auf die Charts. „Little Angel“ ist seit Oktober in Schweden auf dem Markt und soll die Erfolgsgeschichte der 29-Jährigen weiterführen. Für Deutschland gibt es zu diesem Zeitpunkt keinen definitiven Veröffentlichungstermin. Vielleicht, weil die Plattenfirma wieder mal etwas auszusetzen hat. Wir erinnern uns: Nachdem Sony-Deutschland eine überarbeitete Version des schwedischen Debütalbums „Cuz I Can” (04/2004) einforderte und eine große Vermarktungskampagne inklusive Soundtrackbeitrag zum Film „Spider-Man 2“ startete, schien der große Durchbruch der Göteborgerin fest einprogrammiert.

Die Voraussetzungen waren ideal: Eine gutaussehende Künstlerin, dazu hitverdächtiges Liedmaterial von bewährten Songschreibern (u.a. Leif Larson) und eine große Plattenfirma im Rücken (SonyBMG). Was sollte da schief gehen? Nicht viel, denn im Prinzip ist das Konzept aufgegangen. Mit „The Way I Am“ (08/2004) konnte sich Ana einen Namen machen, erste Hitparadenerfahrungen außerhalb Schwedens sammeln und andeuten, dass der Markt für gitarrenorientierte Popmusik nicht allein von Avril Lavigne, Ashlee Simpson und Kelly Clarkson besetzt ist. Diese Lorbeeren gilt es nun zu verteidigen, bzw. auszubauen. Deshalb ist Leif Larson (A*Teens, Sanne Salomonsen, Marie Fredriksson) neben anderen Komponisten auch auf „Little Angel“ wieder eine feste Größe in Sachen Songwriting, an dem sich Ana Johnsson wieder aktiv beteiligte.

Es mag zwar klischeehaft klingen, aber das neue Album ist deutlich erwachsener als der Vorgänger, bei dem nicht immer 100%ig klar war, wohin die Reise gehen sollte. Dabei hat sich am Sound gar nicht mal so viel verändert. Die Melodien bleiben radiofreundlich und gehen größtenteils sofort ins Ohr („Break through time“, „Days of summer”, „What if“, „Exception“). Als Grundgerüst fungieren weiterhin Akustik- und E-Gitarren, die gerne in tiefergestimmte Bereiche vordringen und dann ganz gut rocken („Catch me if you can“).

Der eigentliche Unterschied zu „The Way I Am“ besteht in den Texten, die vielschichtiger/tiefgründiger sind und damit besser zu einer Frau passen, die im nächsten Jahr immerhin 30 wird, auch wenn sie aussieht wie 20. Doch keine Angst, Ana Johnsson ist nicht zur Singer/Songwriterin mutiert. „Little Angel“ ist selbstverständlich ein reinrassiges Popalbum mit einer Hand voll sehr gelungener Single-Kandidaten, wobei „The harder we fall“ eine dreiste Kopie von „We are“ ist – der Song, mit dem Ana Johnsson vor zwei Jahren in Deutschland durchstartete. In diesem Sinne: Auf ein Neues!

Anspieltipps:

  • Spit it out
  • Days of summer
  • The harder we fall
  • Break through time
  • Catch me if you can
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