Bob Marley - Legend - Cover
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Bob Marley Legend


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 72 Minuten
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10/10 Unsere Wertung
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Bob Marley - Prophet, Rebell, erster Star der „Dritten Welt“ - ist über 20 Jahre nach seinem Tod nach wie vor eine der wichtigsten Figuren der zeitgenössischen Musikgeschichte.

Bob Marley - Prophet, Rebell, erster Star der „Dritten Welt“ - ist über 20 Jahre nach seinem Tod nach wie vor eine der wichtigsten Figuren der zeitgenössischen Musikgeschichte. Seine Alben verkaufen sich immer noch sehr gut und seine unzähligen Poster und Bilder sind aus den Studentenwohnungen ebenso wenig wegzudenken wie die Che Guevaras.

Anfangs sah es nicht sehr rosig für ihn aus. Er wächst in einem Armenviertel (Trenchtown) von Kingston auf und wie man sich denken kann, war dies nicht gerade der solideste Grundstein für eine Karriere als Musiker. Doch mit seinen Freunden Bunny Livingstone und Peter McIntosh fängt er in einem schäbigen Hinterhof an Musik zu machen und sie gründeten die Wailing Wailers. Von 1963 bis 1966 nahmen die Wailing Wailers etwa 30 Singles auf und mauserten sich zu einer der angesagtesten Bands von Kingston. Marley hatte damals schon einen Plan und deshalb ging er 1966 nach Amerika, um genug Geld zu scheffeln, damit er ein eigenes Label gründen kann. Als er acht Monate später wieder zurückkehrt, ist er ein tiefreligiöser Mensch und Anhänger der Rastafari. Ab dieser Zeit beschäftigt er sich in seinen Liedern mit religiösen Themen und das Kiffen wird zu einer Art „Kontaktherstellung“ zu Gott bzw. Jah. Dennoch verkommen die Wailing Wailers nicht zu einer gechillten Kifferkommune, die den ganzen Tag nur rumhängt und vor sich hin qualmt, sondern sie widmen sich ihrer Musik und sie erschaffen den Rocksteady oder in der Kurzform Reggae genannt.

Als McIntosh und Livingstone die Wailing Wailers verlassen, wird aus dem Bandnamen Bob Marley & The Wailers. Unter diesem Namen sollte die Band ihre größten Erfolge feiern. Mit Songs wie „No Women No Cry“, „Redemption Song“ und „Is This Love“ spielen sie sich in die Herzen der Menschen, doch Bob Marley geht es immer schlechter. Die Diagnose ist Krebs und auf dem Weg nach Jamaika stirbt der 36-jährige Marley am 11. Mai 1981 in Miami. Um ihm zu gedenken erschien das Album „Legend“ und es ist wohl das beste „Best Of“ von Bob Marley. Höhepunkte des Albums sind eine Liveversion von „No Women No Cry“ und der wunderschöne „Redemption Song“. Es fühlt sich an, als würde man sich irgendwo auf einer kleinen Insel befinden, die Füße in den Sand stecken und den Sonnenuntergang beobachten. Vor allem bei „Stir It Up“ kommt dieses Gefühl sehr gut rüber. Eigentlich ist das fast schade, denn vor lauter Rhythmik vergisst man auf die Texte zu hören, die fast überlaufen vor Botschaften auf spiritueller und sozialer Ebene. Ebenfalls erwähnen sollte man „Is This Love“. Der Song befand sich auf dem Album „Kaya“ und bildet mit ihm eine Hommage an das Kiffen und man kann durchaus davon sprechen, dass man in einen rauschähnlichen Zustand versetzt wird, wenn man ihn sich anhört.

„Legend“ ist ein sehr gutes „Best Of“-Werk, das die besten Songs von Bob Marley in guter Klagqualität beinhaltet. Vor allem ist es für Leute geeignet, die nicht besonders mit dem Reggae vertraut sind, da hier einige der schönsten Reggae-Perlen vereint sind und man sehr schnell auf den Geschmack kommt. Für richtige Bob Marley Fans ist es dagegen kein unbedingtes Muss, da die Platte neben den großen Hits keine seiner „heimlichen“ Klassiker mit versteckten und tiefgründigen Aussagen beinhaltet.

Anspieltipps:

  • Redemption Song
  • No Women No Cry
  • Jamming
  • Stir It Up
Dieser Artikel ging am um 12:35 Uhr online.
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