Buckcherry - 15 - Cover
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Buckcherry 15


  • Label: Eleven Seven Music
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer schon in den Neunzigern auf diesen Sound und Texte aus der Abteilung „Baby, you still drive my crazy“ gestanden hat, wird auf „15“ richtig gut bedient.

Wer erinnert sich noch an Buckcherry? Eine Sleazerockband aus Los Angeles, die Ende der 90er Jahre kurz vor dem großen Durchbruch stand. Sie hatte einen Majorvertrag mit Dreamworks/Universal in der Tasche und ein starkes Debütalbum mit ein paar Hitsingles am Start sowie live als Support von AC/DC unterwegs. Besser kann es eigentlich nicht laufen. Bis bei Dreamworks die Pforten geschlossen wurden und Buckcherry nach zwei Alben auf der Straße saßen. Die Gruppe löste sich auf und die beiden Masterminds Josh Todd (Gesang) und Keith Nelson (Gitarre) verschwanden mehr oder weniger in der Versenkung.

Kurz glaubte man an ein Comeback, als die beiden für das „G’N’R Project“ von Slash, Duff McKagan und Matt Sorum geholt wurden. Doch als es ernst wurde, sprich aus dem Projekt die Gruppe Velvet Revolver wurde, waren Todd und Nelson wieder draußen. Doch so einfach wollten sich die Herren nicht geschlagen geben. Ohne Plattenvertrag wurde in lediglich 15 Tagen (daher der Titel „15“) ein neues Album eingespielt, für das die neuen Bandmitglieder Xavier Muriel (Drums), Jimmy Ashhurst (Bass) und Stevie D. (Gitarre) eingestellt wurden. Zudem sicherte man sich die Dienste von Songschreiber Marti Frederiksen (Aerosmith, Pink, Def Leppard), der mit seinem Händchen für Hitsingles an den Songs „Next 2 you“ und „Sorry“ mitarbeitete.

Ein Investition, die sich gelohnt hat. Denn das Quintett legt mit seinem dritten Album einen mainstreamigen Hardrockdreher hin, der vor starken Songs nur so strotzt und Erinnerungen an die Frühphase von Bands wie Guns ’N Roses weckt. Angefangen beim krachenden Opener „So far“, über das bereits erwähnte, GNR alle Ehre machende „Next 2 you“ und den feinen AC/DC-Riffrocker „Out of the line“, bis hin zu klassischen Radioballaden wie „Carousel“ und „Sorry“ sowie stampfenden Mitgrölnummern der Marke „Everything“. Klare Sache: Wer schon in den Neunzigern auf diesen Sound und Texte aus der Abteilung „Baby, you still drive my crazy“ gestanden hat, wird auf „15“ richtig gut bedient. Da darf der geneigte Hörer auch ein halbes Jahr nach dem US-Release noch ohne Bedenken zuschlagen.

  • Anspieltipps:
    • Sorry
    • Next 2 you
    • Everything
    • Crazy bitch
    • Broken glass
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