Adema - Planets - Cover
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Adema Planets


  • Label: Earache Records/SPV
  • Laufzeit: 57 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Kennt noch jemand die Band Adema? Adema gehörten vor ein paar Jahren zu den Top-Sellern der Nu-Rock-Bewegung. Sie verkauften von ihren Alben „Adema“ (2001), „Insomniac’s Dream“ (2002) und „Unstable“ (2003) weltweit knapp eine Million Einheiten und ergatterten in ihrer amerikanischen Heimat Gold- und Platin-Auszeichnungen. Doch kurz nach der Veröffentlichung ihres dritten Albums fiel die Gruppe der Liquidation des Arista Labels (BMG) zum Opfer und stand auf der Strasse. Erst im Frühjahr 2004 tauchte mit einem Angebot für einen neuen Plattendeal von Earache Records Licht am Ende des Tunnels auf.

Adema unterschrieben im Juli letzten Jahres einen Vertrag bei Earache und trennten sich von ihrem Sänger Marky Chavez, der einiges zum Bekanntheitsgrad der Band beigetragen hatte. Chavez, seines Zeichens Halbbruder von Korn-Frontmann Jonathan Davis, ist mindestens so krank im Kopf wie Jonathan Davis. Das führte zu einer sehr ausdrucksstarken Performance und interessanten Psycho-Texten. Doch die Zeit von Marky Chavez bei Adema ist vorbei und der neue Mann am Mikrophon lautet auf den Namen Luke Caraccioli. Mit ihm gingen Kris Kohls (Drums), Tim Fluckley (Gitarre) und Dave De Roo (Bass) Ende 2004 in die Fat Track Studios im heimischen Bakersfield. Dort wurden 14 Tracks für „Planets“ aufgenommen, mit dem der kalifornische Nu-Rock-Vierer wieder angreifen möchte.

Mal davon abgesehen, dass dieses Unterfangen schon allein deshalb scheitern könnte, weil Nu-Metal bzw. Nu-Rock inzwischen mehr als out sind, liefern Adema auf ihrem vierten Album kaum positive Argumente ab, die für einen Kauf der CD sprechen. „Planets“ glänzt streckenweise durch extrem matschige Gitarren, die in einen breiig, dumpfen Gesamtsound eingehüllt werden, der von dem recht uninspiriert klingenden Sänger Luke Caraccioli gekrönt wird. Es ist zwar nicht zu verhehlen, dass das eine oder andere Riff zu gefallen weiß und ab und an auch eine überdurchschnittliche Melodie unter den Allerweltssongs auftaucht – so klingt „Shoot the arrows“ nach (den (Vorbildern?) Korn, „Barricades in time“ und „Remember“ nach eingängigen Halbballaden á la 3 Doors Down und „Enter the cage“ nach einer härteren Version von Nickelback – doch unterm Strich langt dies nicht für eine Platte, die aus der breiten Masse hervorstechen – sprich: – gekauft werden soll.

Anspieltipps:

  • Planets
  • Rise above
  • Enter the cage
  • Barricades in time
  • Better living through chemistry
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