JP Den Tex - La Jeune Fille Au Chewing Gum - Cover
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JP Den Tex La Jeune Fille Au Chewing Gum


  • Label: CoraZong Records/SONY
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus dem Hause des niederländischen Labels CoraZong Records kamen in der letzten Zeit jede Menge schöner Folk-, Singer/Songwriter- und Blues-Platten. Als da wären: Michael de Jong, Walt Wilkins, Andy Pratt, Julian Sas, Patricia Vonne und Jocco Abendroth. Der Nächste in der langen Veröffentlichungsliste ist der Niederländer JP (Jan-Piet) Den Tex, der mit dem Album „La Jeune Fille Au Chewing Gum“ den Bereich Alternative Country abdeckt – allerdings nicht ohne europäische Einflüsse wie z.B. französische Chansons in seinen Songs zu verarbeiten.

JP Den Tex erste musikalische Gehversuche reichen zurück bis in die frühen 70er Jahre, als Mitglied der legendären holländischen Band Tortilla war. In den Achtzigern nahm er fünf Soloalben auf, auf denen er englisch, spanisch, französisch und italienisch sang. Anfang der 90er Jahre war er dann wieder Mitglied einer Band, und zwar bei Les Gueux, die 1992 das Album „After Hours“ veröffentlichten. 1988 erschien ein weiteres Soloalbum („Emotional Nomads“), dem zwei Jahre später das bisher letzte Werk „Hotel Yankee Tango“ folgte. Nach fünfjähriger Plattenpause legt JP Den Tex nun sein neuestes Werk „La Jeune Fille Au Chewing Gum“ vor, das von seiner Jugend im Süd-Holländischen Städtchen Sleeuwijk inspiriert ist.

Allerdings sollte man dieses Album nicht als 100%iges Solowwerk ansehen, da Den Tex bei den zehn neuen Songs sehr eng mit Produzent, Songwriter und Multiinstrumentalist Jac Bico zusammenarbeitete. Zusammen stellten die beiden ein äußerst gefälliges Singer/Songwriter-Werk zwischen fragilen Chansons („La Jeune Fille Au Chewing Gum“), interessantem Storytelling („Ophélie“), feinem Country-Blues („Azzuro blues“), düsteren Nummern im späten Johnny-Cash-Stil zu Zeiten der „American“-Reihe („Alcatraz“) und Spoken-Word-Tracks („So much strangers on a train“) zusammen. Das Ganze wurde absolut stilecht eingespielt mit Mandoline, Pedal Steel Gitarre, Banjo und einer ganz sparsamen Rhythmussektion.

In der Kürze liegt die Würze. In gerade mal 35 Minuten zaubert der niederländische Songschreiber Jan-Piet Den Tex ein unauffälliges und dennoch sehr schönes Werk aus dem Hut. Country Music mit einem Schuss Chanson und einer leichten Priese Americana. Songwriter-Herz, was willst du mehr?

Anspieltipps:

  • Ophélie
  • Alcatraz
  • Toulouse
  • Azzuro blues
  • The greatest show on earth
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