Dream Theater - Images And Words - Cover
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Dream Theater Images And Words


  • Label: Elektra/WEA
  • Laufzeit: 57 Minuten
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10/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Images & Words“ ist Musikgeschichte pur. Es etablierte Dream Theater als die bis heute unangefochtene Nr. 1 des Progressive Metal.

Die Diskographie der unverwüstlichen Innovationsfetischisten liest sich ohnehin wie die Hall of Fame des progressiven Metals. Aber neben dem Jahrhundertkonzeptalbum „Scenes From A Memory“ verdient dieses Werk einen Sonderplatz in der Ahnengalerie des Metal. Eine glückliche Fügung des Schicksals bescherte Dream Theater nach dem viel beachteten Debüt „When Dream And Day Unite“ einen neuen Sänger, der dem härter gewordenen Sound der Band wesentlich besser zu Gesicht stand. LaBrie, der in der Folgezeit nur noch selten an diese herausragende Gesangsleistung anzuknüpfen vermochte, verlieh den ohnehin schon vor Dynamik und Kraft strotzenden Songs des Albums die nötige emotionale Tiefe und zerstreute damit die letzten Zweifel an einem musikalisch ohnehin schon über jeden Zweifel erhabenen Meisterwerk.

Wenn man dieses Album kennt, kann man durchaus verstehen, warum viele Fans der Band mit den neueren Werken (vor allem „Train Of Thought“) enttäuscht den Rücken kehrten. Manche meinen, die Band hätte mit dem Weggang von Kevin Moore ihre Seele verloren. Andere halten dagegen, dass Dream Theater eben eine Band sei, die nicht auf der Stelle tritt. Unbestreitbar ist, dass die Band anno 1992 noch wesentlich melodischer, songorientierter und leidenschaftlicher klang, während die Bandmitglieder heutzutage allzu oft krampfhaft ihr Können unter Beweis zu stellen versuchen und sich dabei in teils völlig abgepfiffenen Frickelorgien verlieren, die sich kein normaler Mensch anhören kann ohne das ihm das Blut aus den Ohren schießt. Zu „Images & Words“-Zeiten war die Dream-Theater-Welt jedenfalls noch völlig in Ordnung.

Der Ohrenschmaus beginnt mit dem legendären Stück „Pull me under“, welches anno dazumal sogar im TV auf den Musiksendern gespielt wurde und dadurch einen nicht unerheblichen Bekanntheitsgrad erlangte. Völlig zu Recht. Das Lied gehört einfach zum Besten, was der Prog-Metal jemals hervorgebracht hat. Druckvoll, virtuos und energiegeladen. Besser geht’s kaum. Nach dem gemächlicheren Fortgang „Another day“ bekommt der Hörer mit „Take the time“ einen weiteren Prog-Evergreen um die Ohren gedonnert. So viel Spielfreude in einen Song zu packen, muss man erst einmal schaffen.

Und mit „Surrounded“ ist der Band eine der ergreifendsten Metal-Balladen aller Zeiten gelungen. Vor Allem James LaBrie kann sein Organ hier ausgezeichnet zur Geltung bringen. Herzstück der Scheibe ist allerdings „Metropolis part 1“, das als Basis für das spätere Konzeptmeisterwerk „Metropolis Part 2: Scenes From A Memory“ diente. Hier spielt sich die Band in Ekstase, die zur Mitte in einem spektakulären Instrumentalteil gipfelt. Doch das Pulver ist damit noch lange nicht verschossen. „Under the glass moon“ ist ein gradlinigerer Kracher, an dem sich die etwas zu kurz gekommene aber dafür umso schönere Ballade „Wait for sleep“ anschließt. Mit dem längsten und streckenweise ein wenig folkloristisch anmutenden Track „Learning to live“ endet schließlich eines der herausragendsten Alben aller Zeiten.

„Images & Words“ schrieb Musikgeschichte und etablierte Dream Theater als die bis heute unangefochtene Nr. 1 des Prog-Metals. Deshalb gehört das Album gehört zur Grundausstattung eines jeden Musikliebhabers!

Anspieltipps:

  • Pull me under
  • Take the time
  • Surrounded
  • Metropolis Part 1
  • Learning to live
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