Gov´t Mule - Déjà Voodoo - Cover
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Gov´t Mule Déjà Voodoo


  • Label: ATO Records/SOULFOOD
  • Laufzeit: 76 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Gov't Mule feiern dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Dennoch kennt die Band um Mastermind Warren Haynes in Deutschland kaum jemand. Lediglich ein paar Anhänger von handgemachtem Bluesrock und Fans der legendären Allman Brothers Band können mit dem Namen etwas anfangen. Die Bandleader von Gov't Mule, Warren Haynes (Gitarre, Vocals) und Allen Woody (Bass), spielten sogar mal bei der Allmann Brothers Band. In dieser Zeit riefen sie Gov't Mule als Sideproject ins Leben, aus dem Mitte der 90er Jahre ein Fulltimejob wurde. Der Sound von Gov't Mule ist deutlich hörbar von Bands wie Cream und eben den Allmann Brothers beeinflusst. Psychedelischer Bluesrock mit einem Schuss Southern Rock.

Gov't Mule debütierten 1995 als Trio mit ihrem selbstbetitelten Studioalbum, auf das bisher vier Live-Alben, eine Raritätensammlung („The Deep End Vol. 1 & 2“) und mit „Dose“ (1998) und „Life Before Insanity“ (2000) zwei weitere Studioalben folgten. Im Sommer des Jahres 2000 ereilte die Band ein schwerer Schicksalsschlag, als Bassist Allen Woody tot in einem Hotelzimmer in New York City aufgefunden wurde. Die Band war sich zunächst unsicher, ob sie weitermachen sollte, entschied sich dann aber doch dafür, das Projekt Gov't Mule weiterzuführen. Anfangs griff man auf zahlreiche Gast-Bassisten zurück, wie John Entwistle (The Who), Chris Squire (Yes), Les Claypool (Primus), Flea (Red Hot Chili Peppers), Larry Graham (Sly And The Family Stone, Prince), Mike Watt (Minutemen, fIREHOSE), Rocco Prestia (Tower Of Power), Mike Gordon (Phish), George Porter (The Meters) und Bootsy Collins (P-Funk). Doch im September 2003 holten Warren Haynes und Schlagzeuger Matt Abts mit Andy Hess (Black Crowes, Joan Osborne, David Byrne) einen festen Bassisten und mit Danny Louis einen Keyboarder in die Band.

Zusammen mit Langzeitproduzent Michael Barbiero (Ziggy Marley, Scritti Politti, Tesla, Chris Whitley, Scare, Steve Thompson, Anthrax, Blues Traveler, Joe Cocker) spielte das neuformierte Quartett dann sein viertes Studioalbum „DéjàVoodoo“ in den Water Music Studios in Hobooken, New York ein. Darauf befinden sich ein Dutzend gut abgehangene Bluesrock-Schätzchen, die mit einer durchschnittlichen Spielzeit von über sechs Minuten alle Zeit der Welt haben, Atmosphäre zu entwickeln und das richtige Blues-Feeling unters Volk zu streuen. Mit den warmen Orgel/Keyboardklängen von Danny Louis und Warren Haynes variabler Stimme, erinnern Gov't Mule dabei das eine oder andere Mal an Acts wie Gary Moore („My separate reality“), The Doors („Perfect shelter“), Pink Floyd („Silent scream“), Deep Purple in der Post-Richie-Blackmore-Phase („Mr. Man“) oder Led Zeppelin („Lola leave your light on“).

Als besonderen Bonus beinhaltet die deutsche Auflage von „DéjàVoodoo“ eine zusätzliche CD mit fünf Songs, die am 22. Oktober 2004 live im Chicagoer Riviera Theatre aufgenommen wurden. Damit schnüren Gov't Mule ein perfektes Bluesrock-Paket, das Kenner mit der Zunge schnalzen lässt. Viel mehr Seele kann man als Musiker einfach nicht in seine Songs stecken.

Anspieltipps:

  • Mr. Man
  • No celebration
  • New world blues
  • Little toy brain
  • My separate reality
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