Jim Diamond - Souled And Healed - Cover
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Jim Diamond Souled And Healed


  • Label: Hypertension Music/SONY
  • Laufzeit: 43 Minuten
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10/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Den gebürtigen Iren und Wahl-Briten Jim Diamond könnte man als aller erstes als einen Vollblutmusiker bezeichnen, der ein komplettes Orchester in seiner Kehle beherbergt. In frühester Jugend formierte er die Young-Soul-Band Bandit, später ging er mit Alexis Korner auf Tournee und war an dessen Album „Just Easy“ nicht gerade unbeteiligt. Jahre später zog es Jim Diamond ins ferne L.A., wo er mit Musikern wie Earl Slick (Gitarre), Carmine Appice (Drums) und der Legende Eddie Kramer (Producer von niemandem anders als Jimmy Hendrix) erneut eine Band gründete. Danach schloss Jim Diamond sich mit Leuten wie Simon Phillips und Tony Hymas zu PHD zusammen. Jedermann bekannt wird sicherlich noch „I won`t let you down“ sein, der damalige Mega-Seller. Zusammen mit den Musikern von PHD heimste Jim Diamond 2 x Gold ein. Allerdings sollte die Erfolgswelle des Jim Diamond, dem Ray Charles Schottlands, erst solo so richtig überschwappen. „I should have known better“ erreichte blitzartig die Nummer 1. Später spielte Jim mit der Saxophon-Legende Snake Davis von MPeople als Duo mit dem aussagekräftigen Namen The Blue Shoes zusammen und erntete daheim in Edinbourgh auf einem Festival Standing Ovations.

„Souled And Healed“ entstand aufgrund vieler drängenden Anfragen seiner treuesten Fans. Jim Diamond beweist wieder einmal, dass der Soul lebt. Und solo gefällt Garant-Künstler noch eben immer noch am besten. Einen treffenderen Albumtitel als „Souled And Healed“ hätte sich niemand ausdenken können. To the point, man! Auf diesem Meisterwerk wird Jim durch Musiker wie Robbie McIntosh (Gitarre), Gareth Mouton (Gitarre), Keith Ashcroft (Gitarre), Winston Blissett (Bass), Paul Birchall (Keyboards) und Ian Thomas (Drums) unterstützt. Besonders auffallend ist das Mitwirken von Snake Davis, der seit vielen Jahren treu mitmusiziert und auf „Souled And Healed“ zeigt, welche wunderschönen, „weinenden“ Soul-Töne man einem Saxophon entlocken kann, wenn man sein Instrument liebt. Gänsehaut bei „Loving you is sweeter than ever“.

Da in diesem Monat kaum ein genialeres, perfekteres Album auf dem Markt kommt, Jim Diamond sich qua Qualität und Souligkeit wieder locker selbst übertroffen hat, bekommt „Souled And Healed“ ganz klar eine 10/10. Sehr beeindruckend und vor allem unverzichtbar, wenn man sein CD-Regal chronologisch in Schuss halten möchte. Hat man „Souled And Healed“ nicht, hat man eine klaffende Lücke Musikgeschichte geschaffen, die sich mit nichts stopfen lässt.

Anspieltipps:

  • Strangers
  • This is America
  • Rhythm of the radio
  • When you loose yourself
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