Rob Balducci - The Color Of Light - Cover
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Rob Balducci The Color Of Light


  • Label: Favored Nations/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 71 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Rob Balducci aus Queens, New York spielt jetzt schon seit gut 24 Jahren E-Gitarre und ist in Szenekreisen bekannt für seine Hardrock- und Fusion-Vorliebe. Mit „The Color Of Light” stellt er sein drittes Instrumental-Album nach „Balance“ (1995) und „Mantra“ (2002) vor. Zudem war er an Tribute-Alben für Joe Satriani und Jeff Beck beteiligt. 1990 gewann er einen lokalen Wettbewerb, der ihm den Titel „New York’s best guitarist“ einbrachte.

Der Titel seines neuen Albums wurde inspiriert durch einen Dokumentarfilm über die Maler Pablo Picasso und Henri Matisse. Laut Balducci sind sich nämlich beide Kunstformen – Musik und Malerei – insofern ähnlich, als das Musiker ebenfalls mit einem leeren Blatt Papier anfangen und nach und nach die Farben der Musik auftragen. Das musikalische Konzept von Rob Balducci ist dabei denkbar einfach: Aufgrund des nicht vorhandenen Gesangs, hat seine Musik keine Barrieren und kann somit sämtliche Kulturen erreichen und zusammenbringen. Mit seinen Kompositionen möchte der Meister die Zuhörer auf eine abwechslungsreiche Reise durch verschiedene Stimmungen und musikalische Farben mitnehmen: „Die Farben des Lichts“. Dass er dieses Ziel nicht 100%ig erreicht, liegt in der Natur der Sache, denn das Klischee, instrumentale Gitarrenmusik sei lediglich ein Vehikel für Bandmusiker, ihre Kunstfertigkeiten einmal „ungestört“ und in aller Länge vorzuführen, lässt sich auch bei diesem Album nicht von der Hand weisen.

Selbst wenn Rob Balducci keinen Soloausflug von einer Gruppe macht, ist auch sein drittes Solowerk Ausdruck technischer Perfektion, verteilt auf ein Dutzend Songs, die sich um die 6-Minuten-Marke herum bewegen. Unterstützt wird er dabei von Rob Stankiewicz (Drums), Jim Peggy (Percussion), Ben Whitman (Djembe, Tambourine), Anthony Paganini (Bass) und Maria Dessena (Piano). Soundtechnisch ist dies am ehesten mit dem Kollegen Joe Satriani vergleichbar, der eines der Aushängeschilder instrumentaler E-Gitarrenmusik darstellt. Dennoch kann Balducci seine Hörer auf „The Color Of Light” emotional nur schwer erreichen. Dazu sind die Songs einfach zu arm an Überraschungen und eingängigen Melodien. Selbst wenn der Rezensent das böse Wort vermeiden möchte: Auch bei Herrn Balducci herrscht permanent „Frickel-Alarm“.

Zur Ehrenrettung muss allerdings festgehalten werden, dass sich neben vielen nichtssagenden Stücken („The alchemist“, „Black garden“) auch einige gelungene Tracks auf der CD befinden, mit denen es Balducci tatsächlich schafft, musikalische Bilder in die Köpfe der Hörer zu zaubern („R U divine“, „Empress“).

Anspieltipps:

  • Ciree3
  • R U divine
  • The color of light
  • C.O.L. – Frequency of twilight
  • Of the earth (A vampire love story)
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