RPWL - World Through My Eyes - Cover
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RPWL World Through My Eyes


  • Label: Inside Out/SPV
  • Laufzeit: 77 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

RPWL vermitteln mit „World Through My Eyes“ ihre persönliche Note. Dies gelingt in erster Linie durch ein erstklassiges Zusammenspiel und eine perfekte Instrumentierung.

Sie haben sich mittlerweile in der Prog-Rock-Szene etabliert. Mit ihrem vierten Album beweisen die Mannen aus dem bayerischen Freising musikalischen Fortschritt. Im Mittelpunkt stehen symphonische und progressive Soundskulpturen, eingepackt in einfühlsame und experimentierfreudige Gewänder. RPWL, um eine Entwicklungsstufe reicher.

1997 formierte sich die Band als „Pink Floyd“-Tribute-Band und war für viele Jahre nicht nur in deutschen Landen ein Begriff. Im Laufe der Zeit entschlossen sich jedoch Yogi Lang (Vocals, Keyboards), Karlheinz Wallner (Gitarre), Stephan Ebner (Bass) und Manfred Müller (Drums) nicht mehr länger ihren Idolen nachzueifern, sondern auf gleicher Wellenlänge, allerdings mit eigenem Material, zu schwimmen. So richtig brachen RPWL 2002 mit ihrem zweiten Longplayer „Trying To Kiss The Sun“ in die Farlance berühmter Genre-Kollegen wie Genesis, Marillion, Arena oder eben Pink Floyd ein. Seit diesem Zeitpunkt sind RPWL eine feste Größe im Prog-Business und machen damit symphonischen Rock aus deutschen Landen wieder hoffähig.

„World Through My Eyes“ – ihr aktuelles Werk – umfasst eine bunte Mischung schön arrangierter symphonischer Art-Rocksongs. Natürlich fühlt man sich beim Hören der Stücke stets irgendwo an Pink Floyd und/oder Genesis erinnert, doch dieser Eindruck stimmt eher angenehm, als dass er verwerflich wirken würde. Wer sich als „Pink Floyd“-Tribut-Band jahrelang mit komplizierten Melodien und Klangbildern rumgeschlagen hat, adaptiert nun einmal auf Dauer Gilmour´sche Gitarrensoli und Water´sche Soundstrukturen. Gerade deshalb musizieren RPWL auf hohem Niveau. Art-Rock, der seine Wirkung nicht verfehlt. Was „World Through My Eyes“ im Vergleich zu den Vorgängeralben jedoch unterscheidet, sind die östlichen Lehren, die diesmal eine wesentliche Rolle spielen. Einen Intensivkurs in Sachen Weltbilderforschung hat Yogi Lang absolviert und lässt die dort erworbenen Kenntnisse, aus der indischen Mythologie und dem religiösen Buch „Ramayana“ textlich wie musikalisch einfließen.

So erklingen auf „World Through My Eyes“ indische Chorgesänge und Klangelemente, sowie fernöstliche Percussions, verbunden mit den typischen Elementen des Art-Rock: sphärische Klangbilder, fulminante Höhepunkte, epische Gitarrenläufe und wirkungsvolle Effekthaschereien. Ausdrucksstarke Elemente, die sich in ellenlangen Stücken widerspiegeln, wie im Opener „Sleep“, „3 Lights“ oder dem Titeltrack „World Through My Eyes“. Ein ganz besonderer Song ist RPWL mit „Roses“ gelungen. Für dieses Lied konnte die Band Ray Wilson, Nachfolger von Phil Collins bei Genesis, gewinnen. Seine Stimme prägt. Sie verbindet eindrucksvoll Text und Musik und beeindruckt.

RPWL vermitteln mit „World Through My Eyes“ ihre persönliche Note. Dies gelingt in erster Linie durch ein erstklassiges Zusammenspiel und eine perfekte Instrumentierung. Tolle, originelle, manchmal verspielte Arrangements bilden das Rüstzeug für eine durch die Bank weg gelungene CD. Jeder Song verströmt Atmosphäre. Mal monströs, mal bombastisch, mal gehaucht, mal sphärisch. Art-Rock wie zu seinen besten Zeiten. Die gute Qualität der Produktion steuert ihres dazu bei. RPWL blasen frischen Wind ins Getriebe. Symphonischer Rock der Marke Eigenbau, geprägt durch diverse Größen des Genres.

Anspieltipps:

  • Sleep
  • Start The Fire
  • World Through My Eyes
  • Bound To Reach The End
  • Everything Was Nit Enough
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