Soundtrack - XXX²: The Next Level - Cover
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Soundtrack XXX²: The Next Level


  • Label: Zomba/SonyBMG
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Entschuldigung, aber was soll denn das nun wieder? Dass es eine Fortsetzung des immens erfolgreichen Radau-Movies „xXx – Triple X“ geben würde war klar. Aber weshalb heißt „xXx²“ im Original „State Of The Union” und bei uns „The Next Level”? Das macht doch keinen Sinn. Außerdem ist Action-Wuchtbrumme Vin Diesel nicht mehr mit von der Partie. Dafür stapft jetzt Ice „Motherfuckin’“ Cube über die Leinwand. Ob das gut geht?

Nun ja, dafür ist wenigstens die Story schön übersichtlich und prädestiniert für coole Sprüche und heiße Action: Nachdem NSA-Agent Augustus Gibbons (gespielt von Samuel L. Jackson) schon einmal erfolgreich einen Abtrünnigen für einen besonders brisanten Sondereinsatz rekrutiert hat, braucht er erneut die Hilfe eines Außenseiters und heuert Darius Stone (Ice Cube) als neuen Undercover-Agenten an. Unter Gibbons Leitung lernt der ehemalige Navy-Seal alle Tricks, die ein Triple-X-Agent für spezielle, hochexplosive Einsätze braucht. Seine Mission ist der Kampf gegen eine gefährliche militärische Splittergruppe, deren Einfluss unter der Führung von George Deckert (Willem Dafoe) bis in die höchsten Regierungskreise in Washington reicht. Ihr Plan: Um einen Staatsstreich herbeizuführen, soll der Präsident ermordet werden.

Wenn sich auf der Leinwand schon die HipHopper tummeln, dann dürfen diese natürlich auch nicht auf dem dazugehörigen Soundtrack fehlen. Aus diesem Grund griffen die Verantwortlichen zu einem altbewährten Stilmittel und kombinierten harte Rockmusik mit fetten HipHop-Beats und stylischen Raps. Entweder solo (z.B. Velvet Revolver, P.O.D., Tonéx, Hush) oder als Kollaboration (u.a. Moby & Public Enemy, Bone Crusher & 3 Days Grace, Korn & Xzibit) werden dem geneigten Hörer 16 Tracks serviert, die passend zum Film vor allem eines haben: einen ordentlichen Bass-Wumms. Da werden sich wieder alle 3er BMW-Fahrer und Subwoofer-Besitzer freuen wie Bolle. Dass dabei besonders die HipHop/Rap-Tracks nicht gerade vor Innovationen sprühen und lediglich Hausmannkost bieten – who cares? Oder regt sich einer ernsthaft über den Sinn und die Aussage eines Film wie „xXx²“ auf? Na also! Oder, um mit Das Bo zu sprechen: Bass, Bass, wir brauchen Bass!

Damit liegt es an den Herren Rockstars, das Programm zu retten. So liefern Korn einen fetten Gitarrenteppich für die Raps von „Mr. X to the Z“ Xzibit, der mit den Nu-Metal-Weirdos den Public-Enemy-Klassiker „Fight the power“ aufpeppt. P.O.D. performen mit „The payback“ einen erfrischen Nu-Rock-Kracher, während die „Guns ’N Roses“-Ableger von Velvet Revolver einen waschechten 80er Jahre Sleazerock auf die Bretter legen („Dirty little thing“). Nach seinem Soloauftritt („Wyle out“) tritt Bone Crusher auch noch zusammen mit 3 Days Grace auf, um mit „Just like wylin’“ einen rockigen Ableger seines HipHop-Songs aufzufahren. Die erste Singleauskopplung „Get XXX’d“ kommt dagegen von dem 18jährigen US-Rapper J-Kwon, der im letzten Jahr zu den absoluten HipHop-Shootingstars zählte. Nun steuert er den Opener zum Soundtrack bei, auf dem er von Ebony Eyez und Petey Pablo (der auf der Debütsingle „Goodies“ mit R&B-Lady Ciara zu hören war). Produziert wurde der Song von The Track Boyz (Nelly, Nappy Roots). Eigentlicher Überflieger des Soundtracks ist aber die Zusammenarbeit von Moby und Public Enemy, die mit „MKLVFKWR” einen coolen Stilmix aus Electronica, HipHop und Rock hinlegen. Put the hands in the air, yo!!

Fazit: Kam der erste „xXx – Triple X“-Soundtrack noch als opulentes Doppelalbum daher, muss sich der Hörer diesmal mit einer einfachen CD begnügen. Jetzt könnte man sagen, auf „xXx²“ regiert im Gegensatz zum Vorgänger Klasse statt Masse, doch ganz so ist es nun auch wieder nicht. Auch anno 2005 reißt Gevatter Durchschnitt ein ums andere Mal das Ruder an sich und treibt dem Hörer die Fernbedienung seines CD Player in die Hände. Geheiligt sei die Skip-Taste. Denn diese macht am Ende auch aus „xXx² - The Next Level“ einen ganz passablen Soundtrack.

Anspieltipps:

  • Hush – „The march”
  • Bone Crusher – „Wyle out”
  • Korn feat. Xzibit – „Fight the power”
  • Chingy Feat. G.I.B. – „Lookin’ for u”
  • Ice Cube – „Anybody seen the PoPo’s?!
  • Moby & Public Enemy – „MKLVFKWR”
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