Patrice - Nile - Cover
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Patrice Nile


  • Label: Yo Mama/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 67 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Für viele ist Patrice sicherlich immer noch der Typ mit dem Ohrwurm „Everyday Good“. Doch das der mittlerweile 25-Jährige wesentlich mehr zu bieten hat, stellt er ab Ende April mit seinem dritten Studioalbum namens „Nile“ erneut unter Beweis. Hauptsächlich in seinem eigenen Studio nahe Köln aufgenommen, bietet auch „Nile“ wie seine beiden Vorgänger „Ancient Spirit“ und „How Do You Call It?“ diesen undefinierbaren Mix auf verschiedensten Genres und Einflüssen. Ob HipHop, Pop, Soul oder Reggae – von allem ein bisschen, von keinem zuviel.

Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Liveband Shashamani (eine straffe Kombo bestehend aus Granville Thomas (Schlagzeug), Hillary „Izrah“ Williams (Gitarre/Vocals), Kirk „Adjani“ McDowell (Keyboards) und Philip „Soul“ Sewell (Bass) konzipierte der Singer/Songwriter Patrice im vergangenem Jahr dieses Album ohne heftige Samples oder hochrangige Gastauftritte. Mit „Soul Storm“ erschien bereits Ende März der erste Vorbote – ein Ska-lastiger Song, auf dem uns Patrice ein wenig über seine bisherige Lebenserfahrung mitteilt. Zurück zu den Wurzeln des Reggaes geht es im Song „It Hurts To Be Alone“, ein Hauch von Outkast wird dagegen im Track „Only Believers“ versprüht. Einen ominösen Gitarrenriff und melancholische Bläser gibt es darüber hinaus im Opener „Today“.

Für Veränderungen im Namen des Fortschritts und nicht des Profits optiert er auf „Here Again“. Nazismus und Gewalt auf den Strassen in „Gun“ und reichlich Love in „Be Your Man“ und „Uncry“. Insgesamt 20 Stücke unterstreichen mal wieder die musikalische und textliche Vielfalt des Künstlers Patrice. Es stellt sich also nur noch die Frage, wann auch die breite Masse auf den sympathischen Wahl-Kölner aufmerksam wird. Mit dem musikalischen Bruder Gentleman hat es ja im letzten Jahr endlich geklappt – Top-Chartplazierungen, ausverkaufte Konzerte und zur Krönung einen „Echo“ in der Kategorie „Bester Künstler National“.

Neben Single und Album geht’s übrigens ab Mitte April noch auf ausgedehnte Tour durch Deutschland, Österreich und der Schweiz. Also genügend Möglichkeiten zum besseren Kennen lernen sind gegeben, mal sehen was diesmal draus wird.

Anspieltipps:

  • Africanize
  • Soul Storm
  • Victoriously
  • Lil Par A Dice
  • It Hurts To Be Alone
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