Jack Johnson - In Between Dreams - Cover
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Jack Johnson In Between Dreams


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Jack Johnson ist ein wahres Multitalent und ein Idealist vor dem Herrn.

Spitzensportler, Filmemacher, Labelbetreiber und Musiker... Jack Johnson ist ein wahres Multitalent und ein Idealist vor dem Herrn. Denn wer sich heutzutage noch traut, ein eigenes Plattenlabel zu gründen, dem gebührt Respekt. Brushfire Records heißt dieses kleine, aber feine Zuhause für ambitionierte Musiker, das sich eine Nische im Haifischbecken namens Plattenindustrie suchen möchte.

Jack Johnsons Name tauchte erstmals in der Musikszene auf, als sich G. Love & Special Sauce 1999 dafür entschieden, den von ihm komponierten Song „Rodeo clowns“ als erste Single ihres Albums „Philadelphonic” zu veröffentlichen. Diese Single, an der Johnson auch musikalisch mitwirkte, verzeichnete beachtliche Erfolge im Radio und der erste Schritt in Richtung Musik für den Surfbrettwizard. Obwohl Johnson schon einen Vertrag Profi-Surfer in der Tasche hatte, zog es den jungen Jack weg von den Wettkämpfen und hin zur Kreativität. Er verließ sein geliebtes Hawaii und zog nach Kalifornien, um dort an der Universität von Santa Barbara seinen Abschluss in Filmwissenschaften zu machen.

Nach seiner Rückkehr auf die Insel entwickelte er gemeinsam mit seinen alten Freunden, Chris Malloy und Emmett Malloy, den vielfach ausgezeichneten Film „Thicker Than Water“. Der Film war ein Meilenstein in zweierlei Hinsicht: Erstens, machte der Film Johnsons Talent als Filmemacher deutlich. Doch noch bedeutender war vermutlich, dass Jack Johnson während der Arbeiten am Soundtrack zu „Thicker Than Water“ sein Talent als Sänger entdeckte. Zwei Soloalben hat er seitdem herausgebracht, die zusammen über 2,7 Millionen verkauft wurden: Das Debüt „Brushfire Fairytailes“ (2001) über 1,6 Mio. Mal und der Nachfolger „On And On“ (2003) über 1,1 Mio. Mal. Und auch sein neuestes Werk „In Between Dreams“ sorgt seit Februar wieder heftigst für Furore in den Billboard Charts. Grund genug, es im April 2005 auch offiziell auf das deutsche Publikum loszulassen. Aufgenommen wurde die Platte in den heimischen Mango Tree-Studios auf Hawaii. Produziert wurde es wie der Vorgänger von Mario Caldato, Jr. (Beastie Boys, G. Love, Soulfly, Beck). Als Musiker standen ihm Adam Topol (Drums) und Merlo Podlewski (Bass) zur Seite.

Das Trio hat 13 klassische Folksongs eingespielt, die mit akustischen Instrumenten und einfachen Melodien eine entspannte Atmosphäre verbreiten. Da pumpt und groovt der Bass („Better together“, „Never know“), das Schlagzeug wird mit äußerster Zurückhaltung bedient und Jack Johnson gibt – ähnlich wie sein Labelkollege Donavon Frankenreiter – den sanften Crooner auf John-Mayer-Basis. Einen Jack Johnson bringt eben nichts aus der Ruhe. Viel lieber wird das Gelingen von Pfannkuchen vertont („Banana pancakes“) oder das Warten auf die Liebste zur schönsten Qual erkoren („Sitting, waiting, wishing“). Das Ganze übt einen unheimlichen Reiz aus und transportiert ganz nebenbei jede Menge spitzbübischen Slacker-Charme („Good people“). Dabei macht Johnson eigentlich nichts anderes als auf den beiden Vorgängern – und das ist auch gut so! „In Between Dreams“ – eine kleine Perle im ach so hektischen Alltag.

Anspieltipps:

  • Breakdown
  • Never know
  • Good people
  • Staple it together
  • Sitting, waiting, wishing
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