Florian Ross Quintet - Home And Some Other Place - Cover
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Florian Ross Quintet Home And Some Other Place


  • Label: Intuition/ALIVE
  • Laufzeit: 71 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Er gilt als einer der auffälligsten Pianisten aus deutschen Landen. Er spielte sich in Sachen virtuosem, anspruchsvollem Jazz in den vergangenen Jahren stetig in den Vordergrund. Gerade mal 32 Jahre alt, eigentlich noch recht jung an Jahren für dieses Genre, kann Florian Ross bereits auf eine tolle Karriere zurückblicken. Geboren 1972, studierte er Klavier und Komposition in Köln, London und New York. Sein erstes Album veröffentlichte er 1998 mit „Season & Places“. Daneben arbeitete er für illustre Künstler der Szene, wie Kenny Wheeler, Joe Lovano, Nils Wogram, Dave Liebman. Neben eigenen Projekten arbeitet Florian Ross stets auch an Kompositionen und Arrangements für andere Ensembles, wie dem Metropole Orchestra, Vancouver Jazz Orchestra und dem Brussels Jazz Orchestra, sowie für den NDR, WDR, HR und SWR. Ein vielbeschäftigter Musiker, der sich in allen Facetten seiner Musik wohlfühlt.

Florian Ross ist einer der multilateralsten Musiker, die der Jazz aus deutschen Landen zur Zeit zu bieten hat. Nicht nur im Quintett sorgt er mit seinen Jazzkompositionen für leise Melancholie und virtuose Stimmung, auch als Arrangeur und Komponist für String-Orchester, Brass Ensemble und Big Band ereicht er mit seiner Musik immer wieder bemerkenswerte Momente. Ein Highlight sicherlich das Album „Blind & Shades“ – in klassischer Klaviertrio-Formation, alias Bill Evans, greift Florian Ross magisch in Richtung Himmel. Die wohl schwierigste Art, Jazzmusik zum Leben zu erwecken. Mit „Home And Some Other Place“ widmet sich Florian Ross in Quintett-Besetzung 2005 den unterschiedlichen Elementen des Jazz. Mal statisch, gedämpft („Pretty thing“, „Pretty thing postlude“), mal dynamisch kraftvoll („Dr. Gradus“), mal gründlich erschöpfend („Platypus“, „Lanugo“), mal wohltuend verspielt („Strange but true“, „Richard called“).

„Home And Some Other Place“ ist weder durchkomponiert noch bis ins letzte Detail ausarrangiert. Vielmehr schweben die aktuellen Aufnahmen zwischen Anarchie und Courage. Ein Balanceakt zwischen Gefühl und Empfindung, mal laut, mal leise, mal geradlinig mal schräg. „... Eine Liebeserklärung an den Jazz, eine Musik, die niemals wirklich entstand, nirgends wirklich zu Hause war und niemals wirklich vollendet sein wird. Aber gerade deshalb zu keinem Zeitpunkt je an Aktualität eingebüßt hat. Eine Musik, in der man Geborgenheit und Obhut findet, die einen herausfordert und provoziert...“.

Anspieltipps:

  • Hal
  • Tiger Holiday
  • Like Like Like
  • Pretty Thing Postlude
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