Donavon Frankenreiter - Donavon Frankenreiter - Cover
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Donavon Frankenreiter Donavon Frankenreiter


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Musikbranche liefert uns immer wieder abscheuliche Abgründe. Da wären etwa singende Schauspieler, singende Fußballprofis und singende Nichtsnutze wie Daniel Küblböck. Relativ neu sind dagegen singende Surfbrett-Profis in Gestalt von Singer/Songwritern. Klingt absurd? Ist es aber nicht! Der Hawaiianer Jack Johnson ist zum Beispiel so ein singender/songschreibender Meister des Wellenreitens. Er entschied sich trotz eines Profivertrages als Surfer für die Musik, spielte inzwischen drei hochgelobte Alben ein, die sich zusammen knapp drei Millionen Mal verkauften und gründete mit Brushfire Records ein eigenes Plattenlabel. Darauf veröffentlicht er die Alben seiner Kumpel G. Love (Garrett Dutton) und Donavon Frankenreiter.

Letztgenannter erblickte am 10.12.1972 in Kalifornien das Licht der Welt. Schon als Teenager bekam das Surftalent einen Profivertrag angeboten, wählte aber eine Karriere als Musiker. Trotzdem weiß Frankenreiter seine Leidenschaften Surfen und Musikmachen ideal zu verbinden: „Surfen kann zu einer Lebenseinstellung, einer spirituellen Praxis werden. Es hält mich am Leben und Musik erdet mich“, so der Songwriter. 2003 nahm das Brushfire-Label Donavon Donavon Frankenreiter unter Vertrag. Im Mai 2004 erschien sein selbstbetiteltes Debütalbum, das nun auch in Deutschland in die Läden kommt.

Die Songs auf Frankenreiters Debüt wurden nicht nur von Freund und Label-Boss Jack Johnson produziert, sie tragen auch eine ähnliche Handschrift wie die Kompositionen des angehenden Superstars. Denn bei den 13 Stücken handelt es sich um einfache, relaxte Songs, vorgetragen auf der akustischen Gitarre, die stimmlich an den Jazz-Pop-Barden John Mayer erinnern. Musik zum Chillen am Strand, im Stile des Westcoast-Pop der 60er Jahre, mit leichtem Einschlag schwarzer Künstler von Otis Redding über Bobby Womack bis hin zu Ben Harper. Das alles ist zwar in keiner Weise neu oder besonders innovativ, aber das muss ja auch nicht ernsthaft verlangt werden.

Beschwingt groovende Tracks wie „It don’t matter“, „Our love”, Watch’cha know about (Feat. G. Love)” und „Free (Feat. Jack Johnson)“ oder leidenschaftlich vorgetragene Balladen wie „On my mind“ erzeugen eine ungezwungene Atmosphäre, wie man sie nur von Singer/Songwriter-Alben kennt. Da drückt man gerne mal zwei Augen zu und winkt eine unauffällige Produktion wie diese als empfehlenswert durch. Denn schlecht ist das nicht, was der passionierte Surfer Donavon Frankenreiter hier darbietet.

Anspieltipps:

  • Our love
  • So far away
  • On my mind
  • It don’t matter
  • Watch’cha know about
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