House Of Not - The Walkabout of A. Nexter Niode Part 2: Sexus - Cover
Große Ansicht

House Of Not The Walkabout of A. Nexter Niode Part 2: Sexus


  • Label: FreakStreet Productions
  • Laufzeit: 61 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Konzeptwerke waren schon immer ein beliebtes Stilmittel in der Rockmusik. Ob es in der Geschichte allerdings schon mal ein Konzept gegeben hat, das auf sage und schreibe 5 (in Worten: fünf) Alben verteilt wurde, darf bezweifelt werden. Die Kanadische Band House Of Not hat sich dieser Aufgabe jetzt angenommen. Erzählt wird die Geschichte von „A. Nexter Niode“, einem vom Establishment gelangweilten Musiker, der sich auf einen Trip begibt, um nach neuen Werten und Ideen zu suchen. Dabei entdeckt er mit Gitarre und Notenheft bewaffnet ganze neue Welten in der Rockmusik. Eine Story, die sich auf den ersten Blick nicht nur arg konstruiert anhört, sondern auch etwas konfus zu sein scheint.

House Of Not wurde im Jahr 2002 von Mastermind Brian Erikson (Musik, Texte, Vocals) ins Leben gerufen. An seiner Seite performen die Herren Lou Roppoli (Gitarre) und Ken O’Gorman (Gitarre). Im Oktober 2003 brachten sie den ersten Teil „The Walkabout Of A. Nexter Niode: Part I: Off The Path“ ihres Konzeptwerkes auf den Markt, der weltweit recht gute Presse erhielt. Ende 2004 ging das Trio ins Studio, um den zweiten Teil „Sexus“ aufzunehmen. Dabei halfen dem Trio Dione Taylor, David Henman, Omar Ales, Kenny Vehkavaara, Glendon Montgomery Smith und Dee Brown. „Sexus“ erscheint weltweit am 25.April 2005. Die nächsten Teile der „A. Nexter Niode“-Geschichte hören auf die Namen „Part III: On The Madness Of Crowds“, „Part IV: Piper At The Precipice“ und „Part V: Legens, Potentates And Lesser Men“. Die Booklets der fünf CDs werden so gestaltet, dass sie nebeneinander gelegt ein großes Bild ergeben, quasi ein Poster des vertonten Trips.

Musikalisch ist das Konzept um „A. Nexter Niode“ ein ziemlich düsteres Gebräu aus Psychedelic, Rock, Blues und Prog-Rock, das stilistisch in den späten 60er, frühen 70er Jahren angesiedelt ist – also eher altmodisch klingt. Man hört hier und da etwas Glam eines David Bowie („Behind the veil“), dort die epische Versponnenheit Pink Floyds („Lady in waiting“, „Is that the best you can do?“, „Footnotes / Hurt“), einen Hauch progressiven Gefrickels der frühen Genesis („Icons“, „Black out“) und ein kleines bisschen Art-Rock der Marke Queen („It’s your mother“). Dabei geht es in den 14 Tracks meistens relativ unaufgeregt und gemächlich zur Sache, was das Werk nicht unbedingt zu einer super-spannenden Angelegenheit macht. Aber als Fan progressiver Rockmusik kommt man dennoch auf seine Kosten.

Anspieltipps:

  • Séance
  • Voodoo bitch
  • Lady in waiting
  • Beheind the veil
  • Is that the best you can do?
Neue Kritiken im Genre „Prog-Rock“
7/10

Topographic Drama: Live Across America
  • 2017    
8/10

Reap The Storm
  • 2017    
Diskutiere über „House Of Not“
comments powered by Disqus