Local Boys - Whattheclockman - Cover
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Local Boys Whattheclockman


  • Label: Decoder Records/ALIVE
  • Laufzeit: 40 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ihr haltet Blink-182 für Pseudo-Punks und Ville Valo von HIM für einen schlimmen Poser? Ihr zuckt erschrocken zusammen, wenn ihr Lauri Ylönen von The Rasmus jaulen hört und bekommt Schweißausbrüche beim Gedanken an Boygroups? Dann dürft Ihr Euch auf gar keinen Fall das Debütalbum „Whattheclockman“ der Local Boys antun!

Die Local Boys kommen aus Schweden und werden von ihrem Plattenlabel großmundig mit Franz Ferdinand, Bloc Party, Mando Diao und The Soundtrack Of Our Lives verglichen. Vergesst es! Was so schön als Power-Pop mit eingängigen Refrains ausgegeben wird, ist nichts weiter als ein grandios gescheiterter Versuch mit pubertierenden Texten („Masturbate“, „Love affair“, „To please myself“) und Kirmesmelodien („Tokyo“) auf den Retro-Rock-Zug aufzuspringen. Produziert hat die 13 Songs auf „Whattheclockman“ kein geringerer als der ehemalige „The Soundtrack Of Our Lives“-Songwriter Björn Olsson. Doch was da in den music-a-matic Studios in Göteborg von Totte Störner (Vocals), Anders Jansson (Drums), Jonas Stenbäck (Bass), Carl Josefsson (Gitarre) und Carl Bengtssin (Gitarre) zusammengeschustert wurde, spottet jeglicher Beschreibung!

Sinnfreies Gerumpel in stoisch gleichbleibendem Tempo, mit ach so fröhlichen Lyrics und ein paar Soundspielereien, das ist alles, was dem Hörer geboten wird. Und, nein, bitte nennt jetzt nicht die Ramones als Vergleich! Das wäre eine Beleidigung der Kultband aus Queens, New York, denn die tragischen Helden des Punkrock konnten in zwei Minuten all das zelebrieren, was die Local Boys in 40 Minuten nicht auf die Reihe bekommen: Atmosphäre, Leidenschaft und das Gefühl ernst genommen zu werden. So zirpen beim Rausschmeißer „Up north“ die Grillen, der Wind rauscht in den Bäumen, eine einsame Mundharmonika spielt zum traurigen Piano auf, während Sänger Totte Störner auf pure Verzweiflung macht. Doch da ist bereits alles zu spät. Das Debüt der Local Boys können wir uns sparen!

Anspieltipps:

  • Bad boy
  • Local boys
  • Love affair
  • Humdrum toys
  • Mary secondary
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