Steve Thorne - Emotional Creatures: Part One - Cover
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Steve Thorne Emotional Creatures: Part One


  • Label: Inside Out/SPV
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Er ist schon seit vielen Jahren auf der britischen Insel ein angesehener Singer/Songwriter und wird für sein multiinstrumentales Spiel sehr geschätzt: Steve Thorne. Mit seiner Band The Salamander Project, aber auch als Solokünstler, hat der Brite bereits einige Live-Erfolge vorzuweisen. U.a. supportete er auf der Europa-Tour 2003 die Prog-Rock Band Jadis. Davor war er Mitglied der Band Colony Earth. 2005 forciert Steve Thorne sein Tun als Solo-Künstler.

Mit dem Debütalbum „Emotional Creatures: Part One“ lenkt er seine Solokarriere mit Hochdruck auf die Erfolgsbahn. „... Wir alle sind emotionale Geschöpfe“ – davon ist Steve Thorne überzeugt. Das A und O der menschlichen Existenz sind für ihn Empfindungen aller Art. Diese Hypothese, vielleicht auch Fiktion, dient Steve als Grundlage für sein musikalisches Schaffen. Was dabei am Ende herauskommt, kann sich, eingeätzt in kleinen, runden Scheiben, hören lassen.

Die ersten Eindrücke nach einigen Takten Musik, die sich im Hirn festsetzen, sind Erinnerungen an eine Band namens R.E.M. und deren Sänger Michael Stripe. So manches Klangbild öffnet sich in diese Richtung, so z.B. „Therapy“ und „Thumbleweeds“. Doch nicht genug, hier und da rufen spannende Soundgebilde auch andere Verbindungen ins Gedächtnis. So erinnert der Song „Ten Years“ an Genesis, „Every second counts“ könnte auch von der Manfred Mann´s Earthband stammen und „Solar fire“ weist ein wenig auf Pink Floyd hin. Kein Wunder, standen doch Steve Thorne eine illustre Schar an musikalischen Spitzenkräften zur Seite, wie Martin Orford (Keys), John Jowitt (Bass), Paul Cook (Drums), Gary Chandler (Gitarre), Steve Christey (Drums), sowie Geoff Downes (Keys), Nick D´Virgilio (Drums) und Toni Levin (Bass). Alle zusammen bilden eine exzellente Truppe, die einen geballten Erfahrungsschatz aufzubieten hat.

Thorne´s Kompositionen reflektieren die Stimmungen der einzelnen Inspirationen, lassen dennoch Raum für einen eigenen Stil. Das klingt durchaus frisch und unverbraucht, knackig und natürlich. Textlich orientiert sich Steve Thorne auf seinem Debütwerk oft an politischen Angelegenheiten. So bezieht er Stellung zu Themen wie Todesstrafe, Ausbeutung der Ureinwohner, Amoklauf und Suizid, denkt laut über das Verhältnis britischer Politiker zur USA nach und thematisiert das Freund- und Feindbild des „Großen Bruders“. Steve treibt einen Stachel in viele Wunden.

Musikalisch charakterisiert „Emotional Creatures: Part One“ den Einfluss von Folk, Alternative-Rock und Progressive-Rock. Wunderbare Melodien, meist sanft und einfühlsam, mischen sich mit üppigen Gesangsarrangements und genussfreudigen Harmonien. Dabei setzen originelle Klangbilder Akzente, bereichert von geschmackvollen Details, wie Querflöte, Vibraphon, Streicher und experimentellen Sounds. „Emotional Creatures: Part One“ – ein erstklassiges, ausbalanciertes Solowerk, das Appetit auf „Part Two“ macht.

Anspieltipps:

  • Gone
  • Goodbye
  • Here They Come!
  • God Bless America
  • Every Second Counts
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