Shakira - Oral Fixation Vol. 2 - Cover
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Shakira Oral Fixation Vol. 2


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch wenn die Songzusammenstellung stilistisch abwechslungsreich ausgefallen ist, kommen Experimente etwas zu kurz.

Nach sechs Monaten, in denen „Fijacion Oral Vol. 1“ (erschien im Juni 2005) weltweit abgeräumt hat (z.B. Platin in Deutschland), legt Shakira den angekündigten Nachfolger „Oral Fixation Vol. 2“ vor. Der Unterschied: Diesmal singt die 28-Jährige elf Songs in englischer Sprache. Der Vorgänger war dagegen komplett in ihrer Muttersprache eingesungen. Gleichgeblieben: Auch diesmal fungiert Rick Rubin (Johnny Cash, Red Hot Chili Peppers, System Of A Down, The Mars Volta, Audioslave) als Executive Producer.

Obwohl „Fijacion Oral Vol. 1“ ein voller Erfolg war, hatte so mancher etwas Mühe mit den ungewöhnlichen Songs zwischen Bossa Nova („Obtener un si“), New Wave („Escondite inglés“) und Elektro-Pop („Lo imprescindible“). Doch der Dauerbrenner „La tortura“ (Top 5 in den Single-Charts) und die Kooperation mit dem ZDF sorgten in Deutschland für Dauerbeschallung mit dem kolumbianischen Popstar, der mit Juanes („La camisa negra“) auch bei uns Konkurrenz aus dem eigenen Land bekommen hat.

Shakira begegnet dieser Situation auf ihrem zweiten englischsprachigen Studioalbum mit wesentlich gradlinigeren Songs als auf „Fijacion Oral Vol. 1“. Die meisten Tracks sind im klassischen Pop/Rock-Stil auf den Massenmarkt zugeschnitten und bedienen sich gleich zweimal an Material des Vorgängers. So ist „The day and the time“ die englische Ausführung von „Dia espcial“, allerdings ohne den Charme des spanischen Originals zu erreichen und „Something“ ist die Neueinspielung von „En tus pupilas“.

Auch wenn die Songzusammenstellung stilistisch abwechslungsreich ausgefallen ist, kommen Experimente etwas zu kurz. Am mutigsten sind noch „Animal city“ als forscher Elektro-Rocker und „Costume makes the clown“ mit echten Rockgitarren. Die erste Single „Don’t bother“ ist ein Ohrwurm, ausgestattet mit einem herausragenden Refrain und „Timor“ zielt direkt auf den Dance Floor. Der Opener „How do you do“ verbindet Mönchsgesänge mit fetten Downbeats und satten Gitarren und das Ska-lastige „Hey you“ wird durch eine wilde Trompete befeuert. Dazu darf Gitarrenmeister Carlos Santana in „Illegal“ noch eines seiner vier Gitarrenriffs zum Besten geben.

„Oral Fixation Vol. 2“ ist wahrlich kein schlechtes Album, auch wenn es nicht an die Hitdichte von „Laundry Service“ herankommt. Trotzdem wird es alle Fans der kleinen Kolumbianerin voll zufrieden stellen.

Anspieltipps:

  • Timor
  • Don’t bother
  • Your embrace
  • How do you do
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