Morgana Lefay - Grand Materia - Cover
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Morgana Lefay Grand Materia


  • Label: Black Mark/SOULFOOD
  • Laufzeit: 60 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein neuer Plattenvertrag mit dem alten Label (Black Mark) und ein neuer alter Bandname (Morgana Lefay): Drehen sich die Schweden im Kreis oder geht es einfach nur „back to the Roots“?

Morgana Lefay entstanden 1989 aus der Metal Band Damage. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Stefan Johnsson (Gitarre), Tony Eriksson (Gitarre), Joakim Lundberg (Bass) und Jonas Söderlind (Drums), die 1988 den Sänger Charles Rytkönen dazuholten. Heute spielen anstelle von Jonas Söderlind und Stefan Johnsson Robin Engström und Peter Grehn in der Band. Ihr erstes Album „Symphony Of The Damned“ (1990) vertrieben die Schweden noch in Eigenregie, ehe man einen Deal mit dem Black Mark Label einging. Nach Unstimmigkeiten wechselten Morgana Lefay 1998 zu Noise Records, wo sie aus rechtlichen Gründen unter Lefay firmierten. Für Noise Records lieferten sie zwei Studioalben und die Neuaufnahme ihres Debüts ab.

Nach fünf Jahren Pause erscheint nun das neue Konzeptalbum „Grand Materia“. Wieder zurück bei ihrem alten Label, das anscheinend das geringere Übel darstellt (Charles Rytkönen: „... am Ende ist man dann doch nur eine von vielen Bands, deren Hauptzweck darin besteht, dem Label Geld einzubringen. Einige Bands müssen fast bezahlen, um zu spielen. Eigentlich eine Art von moderner Sklaverei“), und ausgestattet mit ihrem ursprünglichen Namen Morgana Lefay. Dass die Musiker mit ihrer Musik in den letzten 15 Jahren tatsächlich nicht reich geworden sind, zeigt, dass die Herrschaften in Stockholm leben und ganz normalen Jobs nachgehen. Die Band ist sozusagen ein bezahlten Hobby.

Doch nach Hobby klingt die Musik auf „Grand Materia“ ganz und gar nicht! Auf den Hörer wartet wieder ein ausgereiftes Stück Harteisen in gewohnter Morgana Lefay Qualität, mit amtlichen grummelnden E-Gitarren, Double-Bass-Attacken und großen Chören („Grand Materia“). Dabei verzettelt sich die Band nicht wie so manche Kollegen in ellenlangen Frickelpassagen und pseudo-epischen Songs. Denn wenn es wirklich mal etwas ausufern scheint, wie bei „Only endless times remains“, kommen Morgana Lefay trotzdem nach fünf Minuten auf den Punkt. Echte Ausfälle gibt es unter den 12 Songs nicht zu vermelden. Die Schweden agieren von der ersten bis zur letzten Minute auf hohem Niveau und rocken was das zeug hält. Als besondere Überraschung ist der Track „Emotional sanctury” herauszuheben, der das Riffing von Metallicas „St. Anger“-Album aufgreift – ohne vom blechernen Drumsound eines Lars Ulrich erschlagen zu werden. Zudem werden gradlinige Metal-Kracher der Marke „Hollow“ in diesem Sommer unter Garantie sämtliche Metal-Festivalbesucher in Verzückung versetzen.

Kurz gesagt: „Grand Materia“ ist ein starkes Comeback der schwedischen Institution, das schon jetzt zu den stärksten Metal-Alben des Jahres zählt.

Anspieltipps:

  • Hollow
  • I roam
  • My task is done
  • On the other side
  • Only endless times remains
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