The Dead Playboys - Last Call For Alcohol - Cover
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The Dead Playboys Last Call For Alcohol


  • Label: Deaf & Dumb Music/SOULFOOD
  • Laufzeit: 26 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wahrer Punkrock kennt keine Kompromisse. Dennoch darf man das, was die Dead Playboys aus Schweden hier bieten, schon als extrem kompromisslos bezeichnen: Zehn Song in gerade mal 26 Minuten Spielzeit. Da lassen die guten alten Ramones mächtig grüßen...

Gegründet wurden die Dead Playboys vor fünf Jahren in Nacka, östlich von Stockholm. Ihre musikalischen Einflüsse liegen bei Bands wie Social Distortion, Turbonegro und den Misfits. Das hier vorliegende Debütalbum „Last Call For Alcohol“ holzten Rasmus (Vocals), Krille (Gitarre), Robin (Bass), Charlie (Drums) und Yosef (Gitarre) innerhalb von nur zwei Wochen, im Dezember 2003, in den Stockholmer Acetone Studios ein. Produziert wurde es von Micke Borg, der die Rough Mixes verschiedenen Labels vorspielte. Die Resonanz war ziemlich euphorisch, sodass die Jungs schnell einen Plattendeal bekamen. Das Veröffentlichungsdatum der CD wurde auf Oktober 2004 festgelegt. Doch dann ereilte die Band ein tragischer Schicksalsschlag.

In der Nacht vom 28. auf den 29. September 2004 fiel Dead-Playboys-Sänger Rasmus von einer sechs Meter hohen Brücke, nachdem er offenbar etwas zu tief ins Glas geschaut hatte. Er starb noch in derselben Nacht und plötzlich waren die großen Pläne der Schweden in Rauch aufgegangen. Das Album wurde auf Wunsch der Musiker auf Eis gelegt, bis sie im März 2005 endlich einen neuen Sänger fanden. Mit ihm wurden die Dead Playboys zu neuem Leben erweckt und die Veröffentlichung des Debütalbums nochmals angesetzt.

Ende April 2005 ist es dann tatsächlich soweit! Der gnadenlose „Kick Ass Punk & Roll“ der fünf Schweden wird auf die Menschheit losgelassen und alle Anhänger skandinavischer Punk- und Rotzrockmusik werden garantiert zu 100% auf ihre Kosten kommen. Aus dem Songwriting der Dead Playboys lugen nämlich deutliche Anleihen bei Turbonegro, Gluecifer, The Hellacopters und Hardcore Superstar hervor, was für astreinen, pogotauglichen „voll-auf-die-Fresse“-Rock bürgt. Mit Songs wie „Ain’t no more“, „Samantha”, „Solution“ und „F.u.c.k. y.o.u.“ beweisen die Dead Playboys dann auch mit Nachdruck, dass das Genre noch lange nicht am Ende ist, was man aufgrund der letzten, recht schwachen Veröffentlichungen der oben genannten Bands durchaus hätte vermuten können.

Anspieltipps:

  • Solution
  • Samantha
  • F.u.c.k. y.o.u.
  • Ain’t no more
  • Fuck with the past
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