EL*KE - Wilder Westen - Cover
Große Ansicht

Wilder Westen


  • Label: It-Sounds/SonyBMG
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band EL*KE kommt aus Meppen im schönen Emsland. Mittlerweile leben die Mitglieder in der Berlin. Früher fuhren die Jungs einen alten VW Polo mit dem witzigen Kennzeichen EL*KE. Daher der Bandname. Nur gut, dass EL*KE nicht aus, sagen wir mal, Passau, Karlsruhe, Würzburg, Stuttgart oder Gelsenkirchen stammen. Dann hieße die Gruppe jetzt vielleicht S*AU, SU*FF, SE*XY, LI*LA, GE*LB, BAR*DE, WI*RR, WÜ*RG, KA*FF, TÜ*TE oder PA*PA. Aber Spaß beiseite. EL*KE arbeiten wirklich hart für ihren Erfolg, der sich bereits in Unmengen umjubelter Live-Auftritte und einer respektablen Debüt-EP („Adrenalin“) eingestellt hat. Mit „Wilder Westen“ folgt nun der erste Longplayer der Exil-Emsländer.

Wie die EP, wurde auch „Wilder Westen“ zusammen mit Produzent O.L.A.F. Opal in Berlin aufgenommen. Neben besagtem Track „Adrenalin“ befinden sich 12 weitere sympathisch-frische Rotz-Rocksongs auf der CD. So auch die zweite Singleauskopplung „Dach“, die in Zusammenarbeit mit Ralf Goldkind (Lucilectric, Jan Plewka, Thomas D., Nina Hagen) entstand. Stilistisch kann man EK*KE ungefähr als Punkrockausgabe von Selig beschreiben. Denn: die Texte klingen wie aus dem Leben gegriffen und umschiffen die üblichen Peinlichkeiten der deutschen Sprache weitgehend. Auch musikalisch klingt das Ganze äußerst dynamisch. Peter Bolmer (Vocals, Gitarre), Martin Krüssel (Bass, Gitarre) und Hubert Dieters (Drums) mischen knackige Rocksongs („Adrenalin“), fette Stadionhymnen („Elke sein“) und Midtempogroover („Komm Baby“) mit ruhigeren Stücken („Bring mich ans Meer“), ohne ins Kitschfach abzudriften. Dazu waren nach dem Ende von Selig nicht mehr viele deutsche Bands in der Lage – Hitparaden-Weichspüler wie Juli, Silbermond und Wir Sind Helden einmal ausgenommen

Mit dem Titeltrack „Wilder Westen“ starten EL*KE in das Album. Ein wilder Punkrocksong, der sich mit übersteuertem Brüll-Gesang, krassem Mundharmonikasolo und schneidenden Gitarrenriffs in den Schädel drückt. So drastisch gestaltet sich das restliche Programm allerdings nicht. Die Jungs aus Meppen verstehen es geschickt, ein abwechslungsreiches Rockalbum auf die Beine zu stellen, das auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird. Schade nur, dass auf der „Adrenalin“-EP bereits vier Albumtracks von „Wilder Westen“ verbraten wurden. So reduziert sich das musikalische Neuland leider nur auf etwas mehr als eine halbe Stunde.

Anspieltipps:

  • Frei
  • Elke sein
  • Wilder Westen
  • Bring mich ans Meer
  • Was machen wir bloß
Dieser Artikel ging am um 13:16 Uhr online.
Neue Kritiken im Genre „Rock“
6.5/10


Kings & Queens Of The Underground

  • 2014    
3/10


Man On The Run

  • 2014    
6.5/10


Soundtrack: Rainbow Bridge (Re-Release)

  • 2014    
Diskutiere über „EL*KE“
comments powered by Disqus

Einfach losschreiben!

X

Ergebnisse: