Eagles Of Death Metal - Death By Sexy - Cover
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Eagles Of Death Metal Death By Sexy


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 38 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Überraschungseffekt ist bei Album Nummer zwei weitgehend verschwunden.

In der Musik, genau wie in der Literatur oder in der Malerei bezeichnet man all das als Kult, was so sensationell schlecht ist, dass es schon wieder ganz große Kunst darstellt. Das Album „Peace Love Death Metal“ (05/2004) von den Eagles Of Death Metal ist so ein Fall. Nachdem die alten Kumpel Josh Homme (Mastermind der Queens Of The Stone Age) und Jesse Hughes unter jenem Pseudonym bereits auf den „Desert Sessions“ vertreten waren, hatten sie aus einer Laune heraus die oben genannte herrlich verrückte LoFi-Trash-Gitarren-Rock-Persiflage eingespielt, die die Rockwelt, bzw. den Teil, der sich von den Songs nicht veralbert fühlte, aufhorchen ließ.

Weil der Spaß so gut lief, wurde für das Folgejahr das zweite EODM-Album angekündigt. Wegen terminlicher Schwierigkeiten wurde „Death By Sexy“, so der Titel, jedoch mehrmals verschoben, so dass es am Ende ganze zwei Jahre dauerte, bis der Nachfolger endlich auf den Markt kam. Und das gilt vorerst auch nur für die USA und England. Für den Rest der Welt scheint es bis dato (Stand Juni 2006) keinen gewillten Vertriebspartner zu geben.

Auf dem neuen Werk hat sich Josh Homme etwas zurückgenommen und sich auf das Produzieren der 13 Songs beschränkt. Dennoch kann „Death By Sexy“ wieder mit einer illustren Schar an Gastmusikern aufwarten. Allen voran Mark Lanegan (Ex Screaming Trees), Brody Dalle (The Distillers) und der singende Schauspieler Jack Black (Tenacious D). Dazu kommen der „Mondo Generator“-Gitarrist Dave Catching, sowie Brian „Big Hands” O’Connor, Samantha „Hot Damn Sweet” Maloney, Liam „Honeypants” Lynch, Alain „Big Al the Kids’ Pal” Johannes, Joey „Sexy Mexy” Castillound Troy „Left Trizell” Van Leuwan.

Diese Musikermeute kann allerdings nicht verhindern, dass der Überraschungseffekt bei Album Nummer zwei weitgehend verschwunden ist. Dafür benötigt der Hörer aber auch diesmal jede Menge „Spaß inne Backen“, bzw. sieben bis elf Gerstenkaltschalen, um die schrägen Songs der Todesadler zu verinnerlichen. Anders ist dieses scheppernde Riffwunder mit Texten aus dem Kuriosenkabinett wohl auch nicht zu ertragen. Doch wer zu solchen Schandtaten bereit ist, wird mit wunderbar schrägen Songs belohnt, bei denen Jack Black wie ein Derwisch vor dem geistigen Auge herumtänzelt und Faxen macht. Denn genauso irre wie der Schauspieler in Filmen wie „The School of Rock“ oder „Orange County“ steil geht, lassen die Eagles Of Death Metal ihrem musikalischen Wahnsinn freien Lauf. Mehr gibt es zu „Death By Sexy“ eigentlich nicht zu sagen.

Anspieltipps:

  • Cherry Cola
  • Chase the devil
  • I want you so hard (Boy’s bad news)
  • Don’t speak (I came to make a bang)
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