Patrick Nuo - Superglue - Cover
Große Ansicht

Patrick Nuo Superglue


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 67 Minuten
Artikel teilen:
3/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Mütter, haltet eure Töchter fest, der Nuo Paddi ist wieder in der Stadt! Zwei Jahre nach seinem Album-Debüt „Welcome“, das mit „5 days“, „Reanimate“, „Welcome to my little island“ und „Undone“ gleich vier Top-30-Singles abwarf und ihm den Bravo-Otto als „Bester Newcomer National“ einbrachte, legt der Mädchenschwarm mit „Superglue“ nach. Da bleibt garantiert keine Höschen, äh, Auge trocken.

Die 16 neuen Songs wurden zusammen mit dem Songschreiber- und Produzenten-Duo David Jost (Ex-„Bed & Breakfast“) und Dave Roth in einjähriger Studioarbeit eingespielt, wobei anfänglich 50 Stücke zur Auswahl standen. Patrick Nuo hat sich dann die Songs herausgepickt, die nach seiner Meinung die beste Einheit bilden. Besondere Wert wurde dabei auf eingängige Melodien und mitunter recht knackige Gitarrenbegleitung gelegt. Das bedeutet aber nicht, dass nicht auch ein starkes Pfund Balladen auf der CD versammelt wurde. Schließlich verstehen die Herren Jost und Roth etwas von ihrem Handwerk, was dankbare Songabnehmer wie Marlon, The Corrs, Simon Collins und Jewel bestätigen können.

Natürlich ist auch Patrick Nuos neuer Chart-Hit „Girl in the moon“ mit an Bord, der bereits einen ersten Vorgeschmack auf „Superglue“ gegeben hat und jetzt, wo das Album vorliegt, alle Befürchtungen bestätigt: „Superglue“ spricht auf schreckliche Weise die Käufer der letzten, äußerst missratenen Bryan-Adams-CD „Room Service“ an. Ohne Haken und Ösen und auf Teufel komm raus auf eingängig getrimmt, trällert sich der Schönling durch B-Klasse-Songs aus durch und durch radiotauglichem Rock („Jump right now“), fröhlichem Pop („Beautiful“) und den unverzichtbaren, so genannten Gänsehaut-Balladen („Someday“, „Unconditional“).

Reichen die eigenen Fähigkeiten mal nicht aus, wird auch gerne bei der Konkurrenz (Keane, Avril Lavigne, Supertramp, New Radicals etc.) nach Riffs und Harmonien gefischt („Eject my heart“, „What about us“, „Unperfect“, „You can make me feel“) – Hauptsache das Ergebnis stimmt. Doch stimmen tut hier leider nicht viel. Es sei denn, man steht auf austauschbaren Plastik-Pop, mit dem uns das viel zitierte Format-Radio und MTVIVA Tag bereits Tag ein, aus quälen. Deshalb ist das, was Patrick Nuo und seine Songschreiber hier verzapft haben, auch nicht wirklich ernst zu nehmen.

Anspieltipps:

  • Beautiful
  • 17 Tragedy
  • Unconditional
  • Jump right now
  • Nothing until I got you
Neue Kritiken im Genre „Pop“
8/10

Sweet Sweet Silent
  • 2017    
6.5/10

Halb Oder Gar Nicht
  • 2017    
Diskutiere über „Patrick Nuo“
comments powered by Disqus