Lene Marlin - Lost In A Moment - Cover
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Lene Marlin Lost In A Moment


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das erste Album „Playing My Game” (1999) war ein Überraschungserfolg für Lene Marlin. Die Platte verkaufte sich weltweit über 1,8 Millionen Mal und brachte Radiohits wie „Unforgivable sinner“ hervor. Damals war Lene gerade 18 Jahre alt und wurde von dem unerwarteten Erfolg völlig überrollt. Ziemlich gefährlich für einen Teenager, wie Lene selbst erkannte. Sie nahm sich eine Auszeit und kam erst vier Jahre später mit ihrem Zweitwerk „Another Day“ zurück. Im Musikbusiness entspricht dies einer halben Ewigkeit, was sich auch in den Verkaufszahlen widerspiegelte. Obwohl die inzwischen 24-Jährige aus Tromsö in Norwegen mit dem Album ihren Ruf als ernstzunehmende Singer/Songwriterin festigen konnte, blieb „Another Day“ hinter den Erwartungen zurück.

Jetzt folgt nur 1½ Jahre später das dritte Album „Lost In A Moment“, mit dem Lenes Plattenfirma zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht gerechnet hatte. In völliger Geheimhaltung schrieb und arrangierte Lene elf Songs mit dem Produzententrio StarGate (Mariah Carey, Mary J. Blige, Cher) und kehrt damit zu den Vibes und Rahmenbedingungen ihres Debüts zurück: „Dieses Album aufzunehmen, ohne dass mir dabei jemand Vorschriften machte, habe ich als sehr angenehm empfunden“, berichtet Lene Marlin. „So habe ich einfach das getan, wozu ich gerade Lust hatte. Ich habe mich dabei wohl gefühlt. Das Album war zwar so nicht geplant, aber als es fertig war, hatte ich sofort das Gefühl, das Richtige getan zu haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies meine bisher beste Platte ist“.

Nun gut, die Einschätzung, das bisher beste Album abgeliefert zu haben, hört man eigentlich von jedem Künstler, der gerade ein neues Album aufgenommen hat. Alles andere wäre wohl auch fragwürdig. Dennoch liegt Lene Marlin richtig, wenn sie „Lost In A Moment“ als logischen Nachfolger von „Playing My Game“ ansieht. Die neuen Songs sind von der erdrückenden Last weitere Hits abliefern zu müssen befreit und klingen durchgehend entspannter als auf „Another day“. Egal ob akustische Kleinode zum Träumen („Leave my mind“, „When you were around“), melodische Rock-Nummern („Wish I could“, „My lucky day“, „How would it be“), von Streichern und Beats geprägte Stücke („Never to know“) oder herzergreifende Balladen („It’s true“) – „Lost In A Moment“ ist wie ein milder Sommerwind aus feinen Gitarren-Popsongs, das dem Debüt kaum nachsteht und den keinesfalls schlechten, aber etwas schwierigen und teilweise recht düsteren Vorgänger vergessen macht.

Anspieltipps:

  • What if
  • My lucky day
  • Never to know
  • How would it be
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