A - Teen Dance Ordinance - Cover
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A Teen Dance Ordinance


  • Label: London Records/WEA
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band „A“ aus Großbritannien hat sich ihre ganz eigene musikalische Philosophie geschaffen. Dazu gehört leider auch, dass alles was man bei A hört, absolut gleich klingt. Aber das scheint irgendwie nichts auszumachen, denn wie bei einem göttlichen Segen, dürfen A dies bereits seit fünf Alben machen, ohne Einbuße von irgendwelchen Seiten. Klar gibt es einige Ungläubige, die die Brüder Jason, Adam und Giles Perry, sowie Daniel Carter und Mark Chapman für eine der langweiligsten Bands überhaupt halten. Es gibt auch Menschen, die die Live-Qualität der Band anzweifeln. Dennoch wartet noch eine große Fangemeinde gespannt auf jedes neue Album, das alle 2 bis 3 Jahre pünktlich zum Sommer versucht, endlich mal DEN Hit zu landen.

1999 war es schon fast soweit und wochenlang waren A nicht mehr aus den Programmen der Musiksender wegzudenken. Doch dann brach der Boom um sie, die Bloodhound Gang und Limp Bizkuit wieder zusammen und A waren aus dem Paradies der Medien wieder vertrieben. Drei Jahre nach ihrer leichten Stiländerung auf „HiFi Serious“ treffen wir A 2005 wieder da, wo sie 2002 aufgehört haben: musikalisch, philosophisch, lyrisch: apokalyptisch. Wie die Sintflut strömt die Single „Better off with him“ auf die Gehörgänge und verspricht für das Album genau das, was man am Ende auch hört: 10 Songs zwischen Punk und Rock mit dem Gesang (ja, wirklich, er singt wieder!) von Jason Perry – wie langweilig.

Zum Glück gibt es zwei Lichtblicke, die die gefühlte Zeit des Albums reduziert. „Die tonight“ ist für A-Verhältnisse eine Ballade und dazu noch eine recht nette. „Hey“ hingegen könnte sich sogar als Sommerhit entpuppen. Smooth und sehr relaxt kommt das Stück daher und ist wie geschaffen zum Sonnenbaden am Baggersee. Leider ist die Ausbeute an guten Songs viel zu mager. Auf der Suche nach irgendwelchen Hits versperrt sich die Band selbst den Weg und klingt so, als hätten wir immer noch 1999. Vielleicht ist es das auch, zumindest in den Köpfen: Gitarrenwände, ein paar Effekte, die immer gleichen Songstrukturen und überhaupt nichts Aufregendes.

Wenn das die Satzung für jugendlichen Tanz ist, dann möchte man sich am liebsten „Dirty Dancing“ aus der Videothek ausleihen. Aber gut, was soll man von A schon Großartiges erwarten? Sie ist eine dieser Bands, die der Musikfan entweder heiß und innig liebt oder abgrundtief hasst. Und zweifelsohne gehört der Verfasser dieser Zeilen nicht gerade zu den Fanclubbetreibern. Also lassen wir es gut sein…

Anspieltipps:

  • Die Tonight
  • Hey
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