Gretchen Wilson - All Jacked Up - Cover
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Gretchen Wilson All Jacked Up


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Man muss schon sagen, lustige Termine sucht sich die Plattenfirma von Gretchen Wilson für die Veröffentlichung der Platten des Nu-Country-Stars in Deutschland aus. So erschien das Debüt „Here For The Party“ am 04.04.2005 und der Nachfolger „All Jacked Up“ am 03.03.2006. Beide Male lange Zeit nach den US-Veröffentlichungen (elf bzw. sechs Monate später) und ohne besondere Marketingpower. Kein Wunder, dass der amerikanische Superstar hierzulande nach wie vor unbekannt ist.

Nachdem „Here For The Party“ mit mehr als 227.000 verkauften CDs in der Startwoche auf Platz eins der Billboard Charts einstieg (das bis dato beste Startergebnis für einen Country-Newcomer aller Zeiten; inzwischen sind über vier Millionen Einheiten verkauft worden), konnte die 32-Jährige aus Pocahontas, Illinois mit dem Nachfolger noch eins draufsetzen. Das Werk stieg wiederum auf Platz eins ein und verkaufte sogar 264.000 Einheiten in der ersten Woche. Seitdem hält es sich seit 22 Wochen in den Charts.

Das von John Rich (Lonestar, Big & Rich, Keith Anderson) und Mark Wright (Van Zant, Lee Ann Womack, Josh Turner) produzierte Zweitwerk wurde ziemlich eilig zwischen Promotionterminen und Konzertverpflichtungen in den Oceanway Studios in Nashville, Tennessee aufgenommen und baut inhaltlich auf den hymnischen Songs des Debüts auf. So geht es schon im Opener „All jacked up“ richtiggehend rockig zu Werke – wie ein Wachruf für den gespannten Hörer. Die Fiddle liefert sich ein Duell mit der Lap Steel Guitar und der B3 Orgel, während Frau Wilson im breiten Amerikanisch auf den Buchstaben kaut. Das hat wirklich nicht mit der verstaubten Countrymusic zu tun, die man sonst so aufgetischt bekommt.

Gretchen Wilson liefert Geschichten aus dem Leben – ihrem Leben! Da bekommen die „California girls“ ihr Fett weg, wird balladesk der „Full time job“ besungen, in „Skoal ring“ verächtlich über „Bling Bling“ gelästert oder schelmisch mit Wortspielen gearbeitet („One bud wiser“). Das ist jederzeit vollkommen authentisch und äußerst charmant in Szene gesetzt. Und als besonderes Schmankerl gibt es ein Duett mit Country-Legende Merle Haggard („Politically uncorrect”). Damit ist „All Jacked Up“ keinen Deut schlechter als das fetzige Debüt.

Anspieltipps:

  • Rebel child
  • All jacked up
  • One bud wiser
  • Raining on me
  • Politically uncorrect
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