Kaylou - Kayloaded - Cover
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Kaylou Kayloaded


  • Label: Neo/SonyBMG
  • Laufzeit: 67 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die erst 19jährige Dänin Kristina Louise Kristofferson ist die Frontfrau der Band Kaylou, die ihre Homebase in Wiesbaden hat. Dort ist auch das Produzenten- und Songschreiberteam Halflive Productions, das wiederum im Stall von Noizmakers Entertainment angesiedelt ist, zuhause. Ralph Diehl und Rick Damm von den Noizmakers schrieben zusammen mit Halflive Productions das Album „Kayloaded“ und stellten die Band um Fräulein Kristofferson zusammen (Robert Fischer an den Drums, Florian Huth am Bass, Niklas Kleber an der Gitarre und Keyboarder Hamed Naraghi Taghi Off). Mit einer eingängigen Mischung aus Rock und Pop will das Quartett die Charts stürmen. Ob das gelingen wird?

Rick Damm lernte die damals 14jährige Kristina auf einem Campingplatz in Italien kennen, wo sie die Camper mit ihrer kristallklaren Gesangsstimme unterhielt. Rick und Kristina freundeten sich an und blieben in Kontakt. Als Kristina im Winter 2002 mit der Schule fertig war, siedelte sie von Dänemark nach Deutschland um. Seitdem wohnt sie bei Drummer Robert in Wiesbaden und bastelt mit ihren Bandkollegen, Songschreibern und Produzenten an einer Karriere als Popstar. Das erste Ergebnis ist das Album „Kayloaded“, das Ende Mai in die Läden kommt.

Als Opener fungiert die erste Singleauskopplung „Lullaby“, die zugleich der beste Song des ansonsten erschreckend schwachen Albums ist. Tiefergestimmte Nu-Rock-Gitarren treffen hier auf eine süßliche Melodie und Kristinas unbestritten schöne Stimme. Danach regiert nur noch Tristesse. Die Instrumentierung wirkt hausbacken und ideenlos („Feel good“, „Skin“), dazu kommen schlicht und ergreifend schwache Melodien ohne Wiedererkennungswert („I wish“). Zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus - so kann kein Album auf der Welt funktionieren.

Ärgernisse, wie das von billigen Synthesizerklängen und einem abgeschmackten 80er Jahre E-Gitarrensolo durchzogene „Isn’t it simple”, pseudo-melancholische Halbballaden-Verhackstückungen wie „Just in case“ oder tausendfach durchgenudelte Arrangements wie auf „U are“ zu hören, treiben einen die Zornesröte ins Gesicht. Auch wenn die Songs auf „Kayloaded“ von vornherein als massentaugliches Liedgut vorgesehen waren, ist das Ergebnis ein peinliches Lehrstück dafür, wie es nicht geht. Bitte ganz schnell in die Tonne und Deckel zu!

Anspieltipps:

  • Lullaby
  • Lunatic girl
  • Talkin’ to god
  • Still don’t know
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