Little Atlas - Wanderlust - Cover
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Little Atlas Wanderlust


  • Label: Just For Kicks Music
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Für Prog-Rock-Fans, die eher leichte Kost á la Marillion, Fish und (mit Einschränkungen) Neal Morse bevorzugen, kommt hier vielleicht der Tipp des Monats: das dritte Album von Little Atlas aus Miami, Florida. „Wanderlust“, so der Name, ist der Nachfolger der in Szenekreisen wohlwollend aufgenommenen Werke „Neverworldly“ (1998) und „Surface Serene“ (2003). Mit dem 7-Tracker legen Steve Katsikas (Vocals, Keyboards), Rik Bigai (Bass), Diego Pocovi (Drums, Percussion) und Roy Strattman (Gitarre), die sich alle zu gleichen Teilen in die Komposition der Stücke des selbstproduzierten Albums eingebracht haben, eine gelungene Weiterentwicklung ihres Sounds vor.

Das Auffällige am Sound von Little Atlas ist die durchweg ruhige und unaufgeregte Gangart. Produktionstechnischer Bombast, wilde Frickelorgien oder gar Heavy-Metal-Gitarren sind bei den vier Herren nämlich ein kaum vorhandenes Stilmittel. Dafür dominieren sphärische Synthesizer- und Keyboardteppiche, gepaart mit schönen Pianoläufen, die wiederum mit den Chorgesängen und den einfühlsamen Vocals von Steve Katsikas prächtig harmonieren. Selbst eine „verirrte“ Solo-Violine fügt sich nahtlos in das Gesamtbild ein („Mirror of life“). Das erinnert in einigen Momenten gar an die frühen Genesis und Pink Floyd – einen Hauch Pathos mit eingeschlossen. In welche der vielen Sparten (Nu-Prog, Neo-Prog, Retro-Prog, Old-School-Prog) das Ganze nun einzusortieren ist, müssen die wehrten Prog-Anhänger allerdings unter sich ausmachen.

„Wanderlust“ ist ein angenehm kurzweiliges Album mit sieben Stücken, die in akzeptabler Länge – die magische Grenze liegt bei knapp 11 Minuten („The prisoner“) – auch Nicht-Prog-Fans für sich begeistern können. Das funktioniert vordergründig mit eingängigen Melodien, die z.B. durch eine „Deep Purple“-Orgel („The ballad of Eddie Wanderlust“) oder durch eine Mischung aus akustischen und elektrischen Gitarren („Weariness rides“) aufgepeppt werden. Doch „Wanderlust“ steht für mehr als „nur“ schöne Melodien, die mit einem bisschen Progressivität gewürzt werden. Dies auch für dich zu entdecken, empfiehlt: dein Rezensent.

Anspieltipps:

  • Home
  • The prisoner
  • Mirror of life
  • The ballad of Eddie Wanderlust
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