Mad Sin - Young, Dumb And Snotty: The Psychotic Years - Cover
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Mad Sin Young, Dumb And Snotty: The Psychotic Years


  • Label: People Like You/SPV
  • Laufzeit: 65 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mad Sin aus Berlin ist eine biersaufende Psychobilly-Kapelle, die seit nunmehr 18 Jahren durch die Welt lärmt und sich deshalb die Auszeichnung „bekannteste Psychobilly-Band wo gibt“ ans Revers heften darf. Gegründet wurde Mad Sin von Köfte (Vocals) im Jahr 1987. Mit ständig wechselnden Schlagzeugern und den Herren Stein (Gitarre), Holly (Bass), Tex Morton (Gitarre) und Hellvis (Backgroundvocals) ergibt sich die Stammformation der Berliner. Ein Jahr nach Bandgründung erscheint ihr Debütalbum „Chills And Thrills In A Drama Of Mad Sin And Mystery“, mit dem sie den Grundstein für ihre Karriere legen. Es folgen fast im Jahresrhythmus eine Reihe weiterer Alben, sowie Tourneen als Support-Act von Gwar, Suicidal Tendencies und Faith No More.

Als der Major Polydor ihnen einen Plattendeal anbietet, ergreifen Mad Sin die große Chance und bringen via Polydor „Sweet And Innocent? ... Loud And Dirty!!!” (1998) heraus. Doch irgendwie passt die Chemie zwischen Band und Label nicht. Polydor zahlt der Band eine Abfindung und serviert sie galant ab. Erst im Jahr 2002 meldet sich die Band mit dem Album „Survival Of The Sickest“ zurück. Nach 140 Live-Shows ziehen sich Mad Sin 2003 ins Studio zurück. Man wechselt mal wieder das Label und landet bei der Dortmunder Kultfirma I Used To Fuck People Like You In Prison. Dort soll irgendwann im Jahr 2005 das neue Werk „Babylon Reloaded“ erscheinen.

Vorher erscheint schon auf dem neuen Label der Sampler „Young, Dumb & Snotty: The Psychotic Years 1988 – 1993“, der den Werdegang der Berliner Chaos-Truppe in Form von 24 Tracks ihrer ersten vier Alben abdeckt. „100% Primitive“ wird das laut Coveraufdruck bezeichnet – und recht haben sie! Wie Rumpelstilzchen mit Panzerfaust bollern die Herren durchs Gehölz und feuern ein Sträußchen bunter Melodien ab. Für den Hörgenuss wird allerdings eine amtlich Lautstärke vorausgesetzt, sonst könnte der Song-Orkan ohne richtig ins Ohr zu gehen an einem vorüberfegen. Ferner sollte der geneigte Hörer beachten, dass zu der CD serienmäßig ein Kasten Gerstenkaltschale gehört, den man sich im Laufe der Werkschau in den Schädel lötet. Dann entfalten sich kongeniale Songs, wie das von Motörhead inspirierte „Overpower“ (kaum zu glauben, aber dies ist keine Coverversion!!) mit voller Wucht.

Anspieltipps:

  • Overpower
  • She’s the one
  • Prison of pain
  • Gonna get her
  • Psychotic night
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