The Duke - My Kung Fu Is Good - Cover
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The Duke My Kung Fu Is Good


  • Label: Eagle Rock/EDEL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

The Duke legt sein Solo-Debüt vor. The Duke – wer ist das nun wieder? Eigentlich nicht schwer zu erraten. Hinter dem Pseudonym verbirgt kein Geringerer als Stuck-Mojo- und Fozzy-Gitarrist Rich „The Duke of Metal“ Ward. Doch Obacht! Wards Soloausflug hat einen triftigen Grund: Anstatt eine erneute Fuhre höllischer Monsterriffs á la „Declaration Of A Headhunter“ aufzufahren, wie wir sie von bis dato sieben Stuck-Mojo- und vier Fozzy-Alben kennen, wandelt Rich Ward auf „My Kung Fu Is Good“ auf Mainstreampfaden (!) und präsentiert den verdutzen Fans ein lupenreines MOR-Softrockalbum, auf dem er sich bei allem bedient, was entfernt an radiotaugliche US-Rockmusik erinnert. Schockschwere Not!

Ja, Rich Ward macht tatsächlich Ernst und verwandelt sich vom Metal-Raubein zum Singer/Songwriter mit Popappeal. Seine eiserne Grundregel bei dem Vorhaben: Jeder Refrain muss sofort ins Ohr gehen, koste es was es wolle. Geholfen haben ihm dabei Produzent von Rick Beato (Fozzy, Karma, Boxelder) und die Musiker Frank Fontseré (Drums); Sean Delson (Bass), Mike Martin (Gitarre) und Eric Frampton (Keyboards). Insgesamt zehn Stücke wurden im November 2004 für „My Kung Fu Is Good“ aufgenommen, das Ende Mai 2005 in die Läden kommt und bereits für ungläubiges Staunen bei diversen Rezensenten gesorgt hat.

So wartet „I give to you” mit grollenden Hardrock-Gitarren, fluffigen Keyboards, Honky Tonk Piano und fetten HipHop-Beats á la Kid Rock und Uncle Kracker – dessen Stimme Rich Wards Organ sehr ähnlich ist – auf. „At this moment” und „Back to you” sind poppige Stadionhymnen mit Mitsinggarantie, „Suicide machine“ bietet astreines „3 Doors Down”-Riffing, während „Immune” eine poppige Grundmelodie mit satten Nu-Rock-Gitarren kombiniert.

Für den Geschmack des einen oder anderen mag sich Rich Ward vielleicht etwas zu sehr bei der Konkurrenz bedienen. Doch hymnische Halbballaden, wie sie auch von Rob Thomas von Matchbox Twenty („Running“, „Used to be“) oder Jon Bon Jovi stammen könnten („Breathe“), entschädigen für dieses und jenes Déjà-vu-Erlebnis. Fans der genannten Acts könnten mit der ersten Duke-CD deshalb eine lohnenswerte Alternative zu ihren Lieblingen geliefert bekommen. Traut euch einfach und hört mal rein.

Anspieltipps:

  • Immune
  • Running
  • Back to you
  • I give to you
  • At this moment
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