Edguy - Rocket Ride - Cover
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Edguy Rocket Ride


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 66 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Edguy halten das Qualitätslevel von „Hellfire Club“ locker aufrecht.

Schon mit dem Vorgängeralbum „Hellfire Club“ (2004) schlugen die Hessischen Melodic-Rocker von Edguy eine leichte Stilkorrektur ein. Diese wird nun mit „Rocket Ride“ konsequent weiterverfolgt. Melodisch sind die Jungs aus Fulda zwar weiterhin, aber aus dem Power Metal vergangener Tage wurde nun ein Sound, der mehr in Richtung Hardrock geht.

Eingespielt wurde das neue Album im Würzburger Studio von Produzent Sascha Paeth – und zwar fast komplett live. Lediglich der Gesang, Keyboards und ein paar Leadgitarren wurden später hinzugefügt. In Zeiten von Pro Tools sicher eine ungewöhnliche Maßnahme, aber wenn es dem Gesamtergebnis dienlich ist, sicher eine gute Idee.

Tobias Sammet (Vocals), Jens Ludwig (Gitarre), Dirk Sauer (Gitarre), Tobias „Eggi“ Exxel (Bass) und Felix Bohnke (Drums) legen mit „Sacrifice“ los, einem verschachtelten 8-Minuten-Song, der zwischen lauten und leisen Passagen hin und her wechselt. Als Opener sicher etwas ungewöhnlich, stehen an dieser Stelle doch eher die knackigen 3-Minuten-Rocker und nicht solch epische Nummern. Dafür rockt das folgende „Rocket ride“ um so mehr, während „Wasted time“ in 80er-Jahre-AC/DC-Manier mit fetten Gitarrenriffs um sich wirft, die von Akustikparts und forschen Power-Metal-Salven durchkreuzt werden.

Mit „Matrix“ erinnern Edguy an die Frühphase von Bon Jovi – die Melodie ist eingängig und die Riffs in bester Richie-Sambora-Manier mitsingbar – und „Save me“ ist eine radiotaugliche Halbballade mit grandiosem Refrain, die schnurstracks aus der 80er-AOR-Schublade stammt. Dazu kommen noch ein paar typischen Edguy-Nummern („Return of the tribe“, „The asylum“, „Catch of the century“), bei denen man ebenfalls sehr deutlich die musikalischen Vorbilder von Komponist Tobias Sammet heraushört (Dio, Whitesnake, Van Halen). Damit halten die Fünf das Qualitätslevel von „Hellfire Club“ locker aufrecht, ohne sich in Wiederholungen zu verstricken. Die Fans kommen somit voll auf ihre Kosten. Doch wer bisher nichts mit Edguy anfangen konnte, wird wohl auch diesmal nicht viel mit dem Songmaterial anfangen können.

Anspieltipps:

  • Save me
  • Sacrifice
  • The asylum
  • Superheroes
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