Lambretta - The Fight - Cover
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Lambretta The Fight


  • Label: Polar/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Drei Jahre nach ihrem Durchbruch mit Songs wie „Bimbo” und „Creep”, sowie dem dazugehörigen Album „Lambretta“, melden sich die Schweden mit Werk Nummer 3 zurück. Geändert hat sich in der Zeit fast gar nichts im Hause Lambretta. Noch immer werden harte Rockgitarren mit süßen Pop-Melodien vermengt, was das Tor zu den Hitparaden der Welt erneut weit aufstoßen soll. Allerdings sind die Schweden inzwischen zum Quartett geschrumpft.

Aufgrund von bandinternen Konflikten hat nämlich Drummer Tomas Persic die Band am Ende der letzten Tournee verlassen. Lambretta machten daraufhin ein halbes Jahr Pause, um den Kopf freizubekommen und die Batterien wieder aufzuladen. Dennoch ist das neue Album kein entspanntes Werk geworden. Nach einem harten Kampf um die Weiterexistenz der Band, ist „The Fight“ (welch passender Titel...) ein erstaunlich hartes Album (fast) ohne nette Lovesongs geworden. Das Dutzend neuer Stücke wurde dabei von allen Bandmitgliedern zusammen geschrieben, was ein echtes Novum für die Schweden darstellt. Den Posten des Aushilfsschlagzeugers übernahm übrigens ein gewisser Marcus Nowak.

Selbstredend sicherten sich die Vier wieder die Dienste der Produzenten/Songwriter Per Aldeheim und Max Martin (Britney Spears, Bon Jovi, Backstreet Boys, Ace Of Base), die für „Anything“, das zugleich die erste Singleauskopplung darstellt, „Invisible“ und „Pathetic“ zuständig waren. Der Titeltrack entstand zudem unter Mithilfe der finnischen Cellisten von Apocalyptica. Aufgenommen wurde in den DeadMono Studios in Stockholm, sowie im Studio Kuling in Örebro, zusammen mit Produzent Andy Scarth (Skunk Anansie, The Prodigy, Heather Nova).

Wirklich erstaunlich ist, dass die Schweden auch bei ihrer dritten CD absolut nichts dazugelernt haben. Wie schon beim Vorgänger unterbieten sich die Songs von Anfang an mit belanglosen Melodien, altbackenen Riffs und absolut nichtssagenden Texten. Will heißen: Die Bässe bollern, Frau Sundblad unpassendes Stimmchen quäkt wie eh und je und die Nu-Rock-Gitarren rattern fern jeder Inspiration um die Wette. Ganz besonders schlimm ist, dass wirklich alle Stücke nach exakt demselben Schema aufgebaut sind. So verlieren selbst einigermaßen passable Titel („Strip“) auf Albumlänge gesehen die gewünschter Wirkung, die (vielleicht) mittels einer Single funktionieren könnte.

„The Fight“ ist ein absolut antiseptisches Massenprodukt, über das es sich noch nicht mal lohnt, aufzuregen. Dabei gelingt Lambretta sogar das Kunststück, die bescheidene Qualität des selbstbetitelten Vorgängers zu unterbieten.

Anspieltipps:

  • Strip
  • Uniform
  • Chemical
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