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Diverse SZ Diskothek: 1978


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 77 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein halbes Jahrhundert Popmusik, 1000 Songs auf 50 CDs, verpackt in Buchform, mit ausführlichen Geschichten zu jeweils 20 ausgewählten Liedern aus den Jahren 1955 bis 2004, garniert mit historischen Essays, Fotostrecken und Zeitdokumentationen: Ohne Frage, die Diskothek der Süddeutschen Zeitung ist das pophistorische Highlight des Jahres! Nie wurde Popmusik ausführlicher und liebevoller gewürdigt.

Den Anfang der 50-bändigen Reihe macht das Jahr 1978. Musikalisch ein Jahr zwischen Discobewegung, Schnulzen-Pop und den schroffen Tönen des Punkrock. Dabei sind die Trends viel schneller vorüber, als sich manch einer hat träumen lassen. Die Sex Pistols geben im Januar 1978 ihr letztes Konzert und verabschieden sich mit den Worten „Ist euch jemals der Gedanke gekommen, betrogen worden zu sein?“ Filmmusicals wie „Grease“ und „Saturday Night Fever“ greifen um sich. John Travolta, der in beiden Filmen die Hauptrolle spielt, ist die Ikone der Jugend und die Bee Gees quietschen fröhliche Welthits („Night fever“, „Stayin’ alive“).

Dem wollen die Deutschen nicht nachstehen. Und so nervt Vadder Abraham mit seinem „Lied der Schlümpfe“ die Nation. Derweil steht die Disco-Bewegung in den Startlöchern. Sinnentlehrte Songs von Soundtüftlern wie Frank Farian (Boney M.), Giorgio Moroder, Van Mc Coy und Hamilton Bohannon belagern die Charts. „Dance, dance, dance“ lautet die Botschaft. In der Bugwelle der Dance-Hysterie satteln Künstler wie David Bowie, Rod Stewart und sogar die Rolling Stones auf neue Sounds um. Ausnahmen sind selten. Queen legen mit „We are the champions“ einen Song vor, der als Sporthymne in die Geschichtsbücher eingeht und der Soundtrack diverser Meisterfeiern wird. Kiss und Roxy Music starten durch und Ex-Beatle Paul McCartney zaubert mit den Wings den Singalong „Mull of Kintyre“ aus dem Hut. Am Ende haben die Punker einen Hass auf die Discogänger und umgekehrt teilt man auch nicht gerade Sympathien mit den oftmals radikalen Dilettanten.

Die SZ-Diskothek verpackt diese Zerrissenheit in 20 Songs u.a. von The Jam, Blondie, der Nina Hagen Band, den Ramones, Marvin Gaye, Patti Smith und den Buzzcocks. Dies ergibt eine aufregende musikalische Entdeckungsreise Reise, die für Alt und Jung gleichermaßen interessant ist.

Anspieltipps:

  • Blondie - Denis
  • Wire - Outdoor miner
  • The Ramones - I wanna be sedated
  • Rose Royce - Love don’t live here anymore
  • The Only Ones - Another girl, another planet
  • Zur SZ-Diskothek

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