Gwar - Live From Mt. Fuji - Cover
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Gwar Live From Mt. Fuji


  • Label: DRT Entertainment
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Gwar is the real deal! Lange bevor sich Bands wie Slipknot, Mudvayne, Insane Clown Posse und Mushroomhead dumme Künstlernamen gaben und Splatter-Masken aufsetzten, waren die Jungs aus Richmond, Virginia mit ihrer Masche am Start. Mit derben Bühnenshows und schwer verdaulichen Thrash Metal machten sich die Herren Oderus Urungus (David Brockie, Vocals), Balsac, The Jaws Of Death (Steve Douglas, Gitarre), Flattus Maximus (Peter Lee, Gitarre), Beefcake The Mighty (Michael Bishop, Bass), und Jizmak The Gusha (Brad Roberts, Drums) schnell einen Namen in der Szene. Dass Gwar dabei musikalisch nicht gerade zur Créme de la Créme zählen, who cares?

Mit ihrem letzten Studioalbum „War Party“ im Gepäck, übrigens dem ersten für DRT Entertainment, bestritten Gwar seit Oktober 2004 rund 100 Konzerte auf der „Mock The Vote“-Tour. Ein guter Grund, um mit „Live From Mt. Fuji“ das erste Live-Album in der Bandgeschichte auf den Markt zu bringen. Doch kaum ist das 18 Songs starke Werk auf dem Markt, geht die Rasselband auch schon wieder auf die „Sounds of Underground“-Tour. Klingt nach einer schwer arbeitenden Band.

Mit Maschinengewehrsalven startet das Live-Inferno made by Gwar. Irgendwann und irgendwo in Japan aufgenommen (Details lassen sich aus dem saumäßigen Booklet nicht entnehmen), wird das Publikum freundlichst mit „This is a fuckin’ rock and roll show! This is a war!” begrüßt. Dann beginnt ein gut einstündiges Knüppelfeuerwerk mit bitter-süßen Ansagen („… I know, after 911 it was an unpopular decission for me to become Osamas gay lover”) und einer erstaunlich guten Klangqualität. Wurden Gwar in der Vergangenheit aufgrund ihrer beschränkten handwerklichen Fähigkeiten immer wieder belächelt, zeigen sie auf „Live From Mt. Fuji“, dass sie durchaus in der Lage sind, eine amtliche Riffsammlung unters Volk zu schießen. Fehlt eigentlich nur eine passende Bonus-DVD, denn eine Band mit einer derartigen visuellen Umsetzung ihres musikalischen Konzepts schreit geradezu danach. Aber das soll auch der einzige Kritikpunkt an einem sehr gelungenen Live-Werk sein. In diesem Sinne: „I want you to raise your fist in the air and scream fuck yeah! I want you to go outside and pay again!”.

Anspieltipps:

  • Krosstika
  • Horror of Yig
  • Crush kill destroy
  • You can’t kill terror
  • Bring back the bomb
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