Union Youth - The Boring Years - Cover
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Union Youth The Boring Years


  • Label: Roadrunner/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Vergleich mit Nirvana hängt ihnen angeblich schon zum Hals raus. Dabei liegt die Verbindung auf der Hand und ist darüber hinaus durchaus ehrenhaft zu verstehen. Die vier Jungs von Union Youth setzen auf einen forschen und dennoch äußerst melodischen Grunge-Rock, der Erinnerungen an die guten alten 90er Jahre weckt.

Statt von der amerikanischen Westcoast kommen Union Youth jedoch aus dem niedersächsischen Kurstädtchen Bad Bentheim, wo sie einst als „Jonas“ erste musikalische Gehversuche wagten und schließlich von „Rock-O-Tronic“, dem Label der Hamburger Schule-Band Tocotronic, unter Vertrag genommen wurden. Die Liaison hielt nicht lange. 2001 standen Sänger und Gitarrist Matthias Exler und Bassist Jan Van Triest wieder ohne Plattenvertrag da. Verstärkt durch „bowy“ am Schlagzeug und den zusätzlichen Gitarristen „orion“, machen Exler und Van Triest, die mittlerweile coolerheitshalber die Spitznamen „maze valentin“ und „nosse k.“ angenommen haben, erstmals als „Union Youth“ auf sich aufmerksam. Als im Sommer 2002 bei zwei Deutschland-Konzerten der britischen Grunge-Combo Bush die Vorband ausfiel, durften Union Youth, die mittlerweile von Blackmail-Proudzent Kurt Ebelhäuser betreut wurden, kurzfristig als Support vor ausverkauften Hallen spielen. Das kurz darauf veröffentlichte Debüt „The Royal Gene“ (EastWest/WEA) wird 2002 zum Riesenerfolg.

Jetzt legen Union Youth mit „The Boring Years“, erschienen bei ihrer neuen Plattenfirma Eat The Beat Music (Universal), nach. „The Boring Years“ bietet einen hochenergetischen Mix aus düsterem Grunge und Independent Rock, mal angereichert durch mächtigen Gitarren-Noise wie in „Straight And Narrow“, dann wieder balladesk wie in „I Would Swear If I Could“. Sucht man nach Referenzen für den Sound der vier, wird man bei den frühen Alben von Bands wie Silverchair oder eben Nirvana fündig. Die Hook-Lines von Songs wie „Yeah“ oder „Sweet Song“ gehen sofort ins Ohr und tragen dazu bei, dass sich das Album, das bedauerlicherweise nur wenig länger als eine halbe Stunde dauert, erfrischend vom Independent-Allerlei abhebt.

Anspieltipps:

  • Yeah
  • Sweet Song
  • Back In The Sun
  • I Would Swear If I Could
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