Pennywise - The Fuse - Cover
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Pennywise The Fuse


  • Label: Epitaph/SPV
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Einer der beliebtesten und best verkaufenden Acts auf dem Epitaph-Label von Brett Gurewitz (Bad Religion), sind die südkalifornischen Punkrocker von Pennywise. Sie gründeten sich 1988 in Hormosa Beach. Ein Jahr später stand ihr Independent-Debüt „Word FromThe Wise“ in den Läden, das sich passabel verkaufte und so die Aufmerksamkeit der großen Plattenfirmen auf die Punkrocker zog. Diese hielten den Verlockungen der Industrie allerdings stand und unterschrieben bei Epitaph, denen sie bis heute treu geblieben sind.

So erscheint auch das achte Studioalbum „The Fuse“ (zu Deutsch „Die Lunte“) bei Epitaph, für das Jim Lindberg (Vocals), Fletcher Dragge (Gitarre), Randy Bradburry (Bass) und Byron McMackin (Drums) nur die Hälfte der Aufnahmezeit benötigten, als noch für „From The Ashes“ (2003). Am Sound der Jungs hat sich deshalb aber kaum etwas geändert. Noch immer frönen sie melodischem Punkrock, den Sänger Jim Lindberg sehr treffend mit „Loud, hard and fast – it’s what we’re comfortable playing and we know that’s what the people expect from us“ umschreibt.

Yepp, genau das ist es. Und so gibt es 15 neue Melodycore-Häppchen, die in Zusammenarbeit mit Langzeit-Kollaborateur Darian Rundall (Over It, Dokken, Veruca Salt, Dio) entstanden sind und unvermindert auf die Zwölf zielen. Inhaltlich befasst sich die Band mit dem Thema Krieg („18 soldiers“, „Premeditated murder“), der zunehmenden Verblödung der Gesellschaft durch schwachsinnige TV-Programme („Fox TV“), dem alltäglichen Konkurrenzkampf („Competition song“) und anderen gesellschaftskritischen Inhalten. Damit bilden Pennywise zusammen mit NoFX und Bad Religion die letzte Punkrock-Bastion der alten Schule gegen die Spaß-Punk-Generation von heute, die gefördert von MTV und Co. auch weiterhin die besseren Chancen hat, von der Jugend wahrgenommen zu werden.

Doch Pennywise haben Lunte gerochen und frischen ihre Tracks zumindest ansatzweise mit – für ihre Verhältnisse – neuartigen Riffs und Melodiebögen auf („Closer“, „The kids“, „Stand up“). Das macht „The Fuse“ zwar auch nicht gerade zu einem Feuerwerk der Innovationen, aber wenigstens zum einem grundsoliden Punkrockalbum, das die Outputs vieler Kollegen locker in die Tasche steckt.

Anspieltipps:

  • Closer
  • Yell out
  • The kids
  • Stand up
  • Take a look around
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