Brian Setzer - Rockabilly Riot Vol. 1: A Tribute To Sun Records - Cover
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Brian Setzer Rockabilly Riot Vol. 1: A Tribute To Sun Records


  • Label: Neo/SonyBMG
  • Laufzeit: 60 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Diesmal schnappte sich Setzer die 23 aus seiner Sicht besten Sun-Aufnahmen und spielte diese auf originalgetreuen Instrumenten aus den Fünfzigern neu ein.

In den 50er Jahren gab es in den USA von der Ost- bis zur Westküste viele kleine Labels, die den Rhythmus des Rock ’N Roll predigten. Das magische Dreieck bestand aus Chess Records, Sun Records und Specialty Records. Sun Records wurde 1949 von einem Radio DJ aus Memphis namens Sam Phillips gegründet. Fünf Jahre später wurde das Label zu einem Inbegriff der Rockmusik, als ein gewisser Elvis Presley in die legendären Sun Recordings Studios stiefelte, um die Musikwelt auf den Kopf zu stellen. Heute sind die Aufnahmen begehrte Sammlerstücke, deren Autorenrechte demnächst verfallen, sodass die Stücke zu einer Art Volksgut werden, über das sich jeder ungefragt hermachen kann.

Neben Elvis nahmen auch Größen wie Jerry Lee Lewis, Johnny Cash, Carl Perkins und Roy Orbison in den Sun Studios auf. Ein wahres Schatzkästchen also, dem es gebührt, etwas genauer unter die Lupe genommen zu werden. Ein Fall für Brian Setzer, der mit „Rockabilly Riot” einen Ausflug in die Geschichte des Rock ’N Roll unternimmt und im ersten Teil einen „Tribute To Sun Records“ abliefert. Die Karriere von Brian Setzer begann in den frühen 70er Jahren, als er sich als Jugendlicher in den Jazz-Clubs von New York herumdrückte, anstatt die Schule zu besuchen. Dabei entwickelte er eine besondere Vorliebe für den Big-Band-Sound, der allerdings von der rohen Energie des Punkrock durchkreuzt wurde. Daraus resultierte Anfang der 80er Jahre die Rockabillly-Formation The Stray Cats. Ihre ersten Erfolge erzielten die Stray Cats in England, ehe man auch das restliche Europa und die USA infizierte. Verkaufszahlen in Millionenhöhe und Tourneen z.B. mit den Rolling Stones waren der Lohn. Trotzdem trennten sich die Stray Cats und Bandleader Brian Setzer nahm seinen alten Jugendtraum von einer Big Band wieder auf. Darüber hinaus ist er immer wieder solo unterwegs und im Studio tätig.

Diesmal schnappte sich Setzer die 23 aus seiner Sicht besten Sun-Aufnahmen und spielte diese zusammen mit Bernie Dresel (Drums), Kevin McKendree (Piano) und Mark Winchester (Bass) auf originalgetreuen Instrumenten aus den Fünfzigern neu ein. Mit dieser phänomenalen Rückkehr an die Geburtsstätte des Rockabilly huldigt Setzer nicht nur seine persönlichen Heroen, er liefert auch eine authentische Neubetrachtung von bekannten Songs („Blue suede shoes“, „Get rhythm“, „Lonely wolf“, „Real wild child“) und diversen Raritäten, die nur Insidern bekannt sein dürften („Flatfoot Sam“, „Stairway to nowhere“), ab. Dabei schaffen es Setzer und seine Mannen spielend, das alte Feuer zum Lodern zu bringen, das vor 50 Jahren den Rock ’N Roll auslöste. Zurück zu den Wurzeln – oder wie Brian Setzer es ausdrückt: „Put this thing on and crank it up! I dare ya not to tap your foot, and whoop and holler!”.

Anspieltipps:

  • Red hot
  • Blue suede shoes
  • Put your cat clothes on
  • Flying saucer rock and roll
  • Preroxide blonde in a hopped up model Ford
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