Frogg Café - Fortunate Observer Of Time - Cover
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Frogg Café Fortunate Observer Of Time


  • Label: Progrock Records
  • Laufzeit: 62 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Prog-Rock-Kapelle Frogg Café begann ursprünglich als Frank Zappa Coverband unter dem Namen Lumpy Gravy. Nach ein paar Jahren änderten die Musiker ihren Namen in Frogg Café und begannen eigenständige Songs zu schreiben. Beeinflusst wurden sie dabei nicht nur von Frank Zappa, sondern auch von Yes, Jethro Tull, Genesis und Gentle Giant. Ihr selbstbetiteltes Debüt kam 2001 auf den Markt, gefolgt vom hochgelobten Album „Creatures“ aus dem Jahr 2003. Jetzt erscheint mit „Fortunate Observer Of Time“ CD Nummer 3.

Im Vorfeld zum neuen Werk hat sich bei Frogg Café einiges getan. So ersetzt nun der Multiinstrumentalist Steve Uh den alten Gitarristen Frank Camiola, der seinen Job aufgrund eines Tinnitus-Leiden aufgeben musste. Die Aufnahmen zu „Fortunate Observer Of Time“ begannen noch in derselben Woche, in der die Band von ihrer Sommer Tour in Europa zukehrte. Damit wollten Nick Lieto (Vocals, Keyboards), Steh Uh (Gitarre), Bill Ayasse (Violine), Andrew Sussmann (Bass) und James Guarnieri (Drums) das Gefühl einer Live-Show für das neue Album einfangen.

Wie schon auf den beiden Vorgängern, verbindet die Band aus der Metropolitan Area in New York auch heuer verschiedene musikalische Stilarten wie Rock, Jazz, Folk und Kammermusik. Daraus entstand eine etwas betuliche Prog-Rock-Melange, die nur als „Kopfhörer-Album“ zu funktionieren scheint. Anders würden die ausladend und ruhig vor sich hin fließenden Kompositionen nicht auch in angemessener Form auf den Hörer wirken. Darüber hinaus braucht es bei Songs zwischen 6½ und knapp 15 Minuten Spielzeit viel Geduld und Muße, Instrumente wie Flügelhorn, Trompete, Violine, Cello, Piano, Flöte, Marimba und Mandoline aus den jazzigen Arrangements herauszuhören. Schade nur, dass die etwas matschige Produktion dem Anspruch der Instrumentierung nicht gerecht wird.

Frogg Café sind eine ehemalige Zappa Coverband. Das hört man ihren Songs an. Von luftig, locker, leicht bis uneingängig, schräg und vertrackt – die fünf New Yorker liefern ein anspruchsvolles Prog-Werk ab, das ab und an etwas mehr Durchschlagskraft und Groove vertragen würde, aber unterm Strich als akzeptabel durchgeht.

Anspieltipps:

  • No regrets
  • Reluctant observer
  • You’re still slepping
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