Fury In The Slaughterhouse - Acoustic Grand Cru Classe - Cover
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Fury In The Slaughterhouse Acoustic Grand Cru Classe


  • Label: SPV Records
  • Laufzeit: 95 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Acoustic Grand Cru Classé” ist ein Album, das als besonders hell leuchtender Stern in die Diskographie der Hannoveraner eingegangen ist.

Das Sextett aus Hannover ist noch immer nicht müde und macht munter mit einer ansehnlichen Fanschar im Rücken weiter. Diese begleitete Fury In The Slaughterhouse auch auf dem ersten Teil ihrer Akustik-Tournee im letzten Jahr. Bevor es im weiteren Verlauf dieses Jahres dann mit dem zweiten Teil der Tour weiter geht, erscheint ein Live-Album mit teils umarrangierten Songs und einer ganzen Reihe an Feinheiten im Sound, die nur in diesen ruhigen Momenten ihren vollen Zauber entfachen.

Die Doppel-CD kommt im schicken Digipak daher und wird auf dem ersten Silberling von „Every generation got its own disease“ eröffnet, welches in dieser Version mystisch erscheint. Leider hatten die Furys an den beiden Aufnahmetagen in Hannover mit einem kaputten Fender Rhodes-Piano zu kämpfen, so dass einige Songs vor „ca. 3 Zuhörern und 4 Putzfrauen“ (Zitat aus dem Booklet) am nächsten Tag noch einmal eingespielt wurden. Diese müssen ohne Beifall und somit ohne die Stimmung eines Live-Gigs auskommen und rauben diesen CDs ein wenig den Genuss, zumal jeder Song gefadet wurde – ein negativer Aspekt eines jeden Live-Albums.

Es kommen selten gehörte Werke wie „Afternoon in the cemetery“, „Fly, sadness fly“ und „Around my world in 80 days“ zum Zuge, die von allen Anwesenden als Erfrischung zwischen den altbewährten Hits dankend aufgenommen wurden. Eine Huldigung erfährt Neil Young, dessen „Out on the weekend“ mit voller Hingabe gecovert wurde. Die Akustikgitarre und der herrliche Gesang von Kai Wingenfelder in „Hello and goodbye“ führt eine Perle der Fury-Historie noch mehr der absoluten Schönheit entgegen. Natürlich fehlt auch „Time to wonder“ nicht, das ebenso einem Meisterwerk nahe kommt. Fast ausschließlich mit Klavier und Gesang versehen, ereilen uns rührende Momente.

Mit CD 2 wird wieder der Rock herausgeholt und so reißt „Cry it out“ trotz des größtenteils akustischen Gewands mit. Auch die neue, von zusätzlichen Gitarren-Harmonien getragene, Version von „Dancing in the sunshine of the dark“ trägt das Gespür für die ganz großen Melodien. Die CD endet dann standesgemäß mit „Won´t forget these days“, welches auch dieses Mal nicht ohne die immer wieder wundervollen Fan-Gesänge auskommt und einen schönen Abschluss bietet.

„Acoustic Grand Cru Classé” ist ein Album, das als besonders hell leuchtender Stern in die Diskographie der Hannoveraner eingegangen ist. Es sind Klänge, die vielseitig das eingespielte Team aus Niedersachsen erstrahlen lassen. Musikalität im Höchstmaß und der Mut, Altbewährtes mit neuen Elementen zu mischen, stehen hier ganz oben. Die Fade-Outs und die erneut eingespielten Versionen ohne Publikum lassen die Wertung schrumpfen, doch dieses ändert nichts an der Tatsache, es mit einem tollen und wahrscheinlich einzigartigem Werk von Fury In The Slaughterhouse zu tun zu haben.

Anspieltipps:

  • Trapped today, trapped tomorrow
  • Around my world in 80 days
  • Hello and goodbye
  • Time to wonder
  • Cry it out
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