Blindside - The Great Depression - Cover
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Blindside The Great Depression


  • Label: DRT Entertainment/Sony
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eigentlich wollten sich die Schweden von Blindside nach ihrem Album „About A Burning Fire“ (2004) – das in Deutschland total untergegangen ist – eine Auszeit gönnen. Doch dann packte die Band die Inspiration und schwuppdiwupp war das fünfte Werk seit ihrem ´97er-Debüt in der Mache. Texter und Sänger Christian Lindskog kam von einem Südafrika-Trip zurück und musste die Erlebnisse unbedingt zu Papier bringen. Daraus entstanden im Spätherbst 2004 14 neue Tracks, die zwischen März und Juni 2005 in den Stockholmer Decibel Studios aufgenommen wurden. Als Produzent stand ihnen ihr alter Weggefährte Lasse Martén (Kelly Clarkson, Backstreet Boys, Caesars) zur Seite, der auch schon das Debüt produziert hatte.

Nach dem Abschied von Elektra/Warner Bros. wurden die Blindside-Fans von einer wahren Flut an Veröffentlichungen heimgesucht. Die beiden Indie-Alben „Blindside“ (1997) und „A Thought Crushed My Mind“ (2000) wurden von ihrem neuen Label DRT Entertainment in aufwendigen Neuverpackungen und mit Bonus Tracks bestückt wiederveröffentlicht. Ende Juli kam mit „Ten Years Running Blind: 1994 – 2004“ eine Doku- und Live-DVD auf den Markt und jetzt Studioalbum Nummer 5. Das geht ins Geld. Aber was tut man nicht alles für seine Lieblinge und eine vollständige Sammlung?

Christian Lindskog (Vocals), Simon Grenehed (Gitarre, Orgel), Marcus Dahlström (Drums, Piano) und Tomas Näslund (Bass) konnten bisher von Album zu Album eine deutliche Weiterentwicklung in ihrem Sound vorweisen. Dies ist auch auf „The Great Depression“ nicht anders. Sie verlassen die ausgetrampelten Pfade des Nu-Metal und begeben sich in neue Bereiche zwischen Hardcore („This is a heart attack“), Alternative („Yemkela“), Screamo-Metal („Put back the stars”) á la The Used und „System Of A Down”-inspirierte Tracks („Come to a rest – Hesychia“). Das ist eine handfeste Überraschung, die das Album zu einer äußerst interessanten Angelegenheit macht.

Leider geht den Jungs zum Schluss ein wenig die Luft aus. In der zweiten Albumhälfte kann das Songmaterial das hohe Niveau nicht mehr durchgehend halten und wirkt streckenweise arg beliebig. Nichtsdestotrotz finden sich auf „The Great Depression“ ein paar ganz herausragende Rocksongs, die den Kauf des Albums lohnenswert machen.

Anspieltipps:

  • Yamkela
  • We’re all going to die
  • Come to rest - Hesychia
  • This is just a heart attack
  • You must be bleeding under your eyelids
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